

HEILBRONN. Über 2000 Mitarbeiter des Getriebe-Herstellers Getrag haben am Dienstag gegen die Abbaupläne der Geschäftsführung protestiert. Der wegen der Autokrise angeschlagene Zulieferer will 700 Stellen streichen.
„Die Beschäftigten sollen zahlen, weil ein offensichtlich überfordertes Management nicht in der Lage ist, ein zukunftsfähiges Konzept auf die Beine zu stellen, mit dem das Überleben der Standorte und somit auch der Arbeitsplätze gesichert ist“, kritisierte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann bei der Demonstration am Stammsitz der Firma in Untergruppenbach (Kreis Heilbronn).
Der wegen der Autokrise finanziell angeschlagene Zulieferer will in Deutschland innerhalb der nächsten zwei Jahre 700 Arbeitsplätze streichen. Betroffen sind von den Abbauplänen neben dem Stammsitz Untergruppenbach die Standorte Neuenstein (Hohenlohekreis) und Bad Windsheim (Bayern).
Außerdem soll die Produktion in Ludwigsburg bis Ende 2011 vollständig aufgegeben werden. Das Management begründete die harten Einschnitte mit den schwachen Produktionszahlen und den dadurch entstandenen Überkapazitäten an den Standorten.
„Einer solch blindwütigen Kahlschlagpolitik können wir nur eine deutliche Absage erteilen“, betonte Hofmann. Der Gewerkschafter forderte die Unternehmensspitze auf, sich ohne Abstriche an die geschlossenen Verträge zu halten. Sollte sich das Management nicht bewegen, werde es weitere massive Protestaktionen geben.





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