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23.02.2009

Bilanz zur Inhorgenta

Kommentar von PZ-Redakteur Gerd Lache zur Bilanz der Schmuckmesse Inhorgenta 2009:

Keine Zeit um zu jammern – so könnte die Stimmung auf der gestern abgelaufenen Inhorgenta Europe in München umschrieben werden. Entgegen bisheriger Gepflogenheiten der Branche, die sonst bei noch so kleinen Umsatzeinbrüchen ins große Klagen eingestimmt hat, gab sich die Branche in diesem Jahr krisenresistent. Und das war auch gut so. Denn wenn der Hersteller schon ins Lamentieren geriete, könnte er von seinem Kunden auch keinen Optimismus erwarten.

Ohnehin keinen Grund zur Klage hatten einige Marken im Preiswertbereich. Die Nachfrage nach trendigem Unechtschmuck scheint groß. Das zeigten die Menschentrauben an den jeweiligen Ständen auf der Inhorgenta. Völlig zu Unrecht wird dieses Segment von Firmen hochwertiger Produkte als Schmuck für Mittellose abgetan. Auf ein ganzes Kundenleben bezogen profitieren die Teuren sogar davon. Denn der Preiswertbereich im Teenager-Alter ist oftmals nur der Einstieg in die Begeisterung für Schmuck. Mit zunehmendem Alter und Einkommen nimmt der Anspruch an die Wertigkeit erfahrungsgemäß zu. Experten sprechen deshalb bei den Einstiegspreislagen von Brückenkollektionen. Diesen Brückenschlag sollte der Edelbereich nicht unterschätzen.