
ARNSTADT/STUTTGART. Der Bosch-Konzern hält trotz der beschlossenen Kürzung der Solarförderung am Ausbau seiner Solar-Sparte fest. „Wenn Bosch investiert, dann langfristig“, sagte der Vorstandschef der Bosch Solar Energy AG, Holger von Hebel. Das Hauptquartier der neuen Sparte samt Forschungszentrum entsteht in Arnstadt (Thüringen), wo in den nächsten Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro investiert werden sollen.
In der kommenden Woche geht eine neue Fabrik in Betrieb, in der bis zu 90 Millionen Solarzellen pro Jahr gefertigt werden. Nach dem Einstieg bei der ehemaligen Erfurter ersol AG 2008 soll sich die Mitarbeiterzahl im kommenden Jahr auf mehr als 2000 verdoppeln. Von Hebel rechnet nach dem umstrittenen Beschluss, die Vergütung für Solarstrom ab Oktober um elf bis 16 Prozent zu kürzen, mit einer Konsolidierung der Branche. Vor allem kleine Firmen könnten angesichts des Innovationsdrucks in Schwierigkeiten geraten. „Der Druck wird zunehmen.“ Um die Solarenergie im Energie-Mix zu etablieren, sei politische Unterstützung erforderlich, so Hebel.dpa





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