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Eigenständig unterwegs  ist Ratan Tata, Chef von Tata Motors mit seinem Geschäftsführer Telang (rechts). Der indische Autobauer bringt auch den Kleinwagen Tata Nano auf den Markt.
Eigenständig unterwegs ist Ratan Tata, Chef von Tata Motors mit seinem Geschäftsführer Telang (rechts). Der indische Autobauer bringt auch den Kleinwagen Tata Nano auf den Markt.

Daimler steigt bei Tata aus

STUTTGART/NEU DEHLI. Daimler stellt sich in Indien neu auf. Die Stuttgarter haben sich von ihrer Beteiligung am Autobauer Tata getrennt und wollen auf dem schnell wachsenden Markt künftig ihre eigenen Aktivitäten verstärken. Die Anteile von 5,34 Prozent an dem indischen Hersteller seien an verschiedene Investoren abgegeben worden, teilte Daimler gestern mit. Der Verkauf spült rund 300 Millionen Euro in die klammen Kassen der Schwaben.

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Für den schnell wachsenden indischen Markt rüsten sich die Stuttgarter bereits seit Jahren. Derzeit baut Daimler in der südindischen Stadt Chennai ein neues Lkw-Werk. Dort sollen rund 700 Millionen Euro investiert werden. Von 2012 an will der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller dort Lastwagen für den indischen Markt bauen. Die Produktionskapazität liegt bis zu 70 000 Fahrzeugen pro Jahr.

Wunschpartner abgesprungen

Ursprünglich wollte Daimler seine Pläne gemeinsam mit dem indischen Mischkonzern Hero verwirklichen. Der Wunschpartner war aber vor knapp einem Jahr abgesprungen. Einen neuen Kooperationspartner hat Daimler bislang nicht genannt.

Im westindischen Pune baut Daimler seit 1995 Mercedes-Benz Lastwagen und Pkw. Vor gut einem Jahr wurde dort ein neues Werk für die Mercedes-Benz E- und S-Klasse eröffnet. 2009 verkaufte Daimler in Indien rund 3200 Pkw.

Traditionsmarken einverleibt

Tata ist bislang vor allem als Hersteller des Billigautos Nano bekannt geworden, hat sich aber auch die britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover einverleibt. Die Stuttgarter hatten 1954 die Zusammenarbeit mit Tata begonnen und hielten seit 1955 durchgängig Anteile am indischen Hersteller. Bei Fahrzeugen besteht aber keine Zusammenarbeit mehr. dpa

09.03.2010
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