
NÜRNBERG. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird nach Einschätzung von Experten vorerst nicht weiter steigen. Die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise seien weniger schlimm als erwartet: Der deutsche Arbeitsmarkt sei über den Berg, betonten Volkswirte deutscher Großbanken gestern nahezu einmütig in einer Umfrage.
Wegen der aktuell guten Konjunkturentwicklung rechnen die Fachleute in den kommenden Monaten sogar damit, dass Unternehmen neue Stellen schafften. Dadurch dürfte die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in diesem Jahr mit 3,3 Millionen um 100 000 unter dem guten Vorjahreswert liegen. „Die Beschäftigung ist in der Krise nicht so stark eingebrochen wie wir befürchtet hatten“, räumte Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld nach zunächst skeptischeren Prognosen ein. „Jetzt gehen wir davon aus, dass sogar etwas Beschäftigung aufgebaut wird.“ Dämpfend wirke der starke Einsatz der Kurzarbeit und die Flexibilität der Beschäftigten. Auch für Philipp Jäger von der genossenschaftlichen DZ-Bank sprechen die gute Auftragslage der Industrie und die steigende Exportnachfrage dafür, dass es mit dem Arbeitsmarkt in 2010 aufwärts gehe. Entsprechend stark fiel nach Einschätzung der Fachleute der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai aus. dpa





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