

PFORZHEIM. „ECOfit“ heißt ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg. Fünf Unternehmen aus Pforzheim und eines aus dem Enzkreis haben sich ein Jahr lang an dem Projekt zur Energieeinsparung beteiligt. Mit Erfolg.
Dieses Gesamtergebnis nach zwölf Monaten kann sich sehen lassen: 327 Tonnen CO2-Ausstoß und 1,5 Tonnen Abfall vermieden; 140 000 Liter Wasser sowie 100 000 Euro weniger an Kosten verbraucht; außerdem: eine Million Kilowattstunden Strom eingespart, was dem Verbrauch von 230 Haushalten mit vier Personen entspricht. Für diese Leistung zugunsten der Umwelt und des Klimaschutzes – sowie des eigenen Budgets – gab’s für sechs Unternehmen gestern höchstes Lob im Haus der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde von Oberbürgermeister Gert Hager und IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler sowie dem Vertreter des baden-württembergischen Umweltministeriums, Martin Eggstein, überreicht. Inhalt des Dokuments: Die Auszeichnung zum ECOfit-Betrieb.
Die Projektteilnehmer: Hohenwart Forum GmbH, Kleiner GmbH Stanztechnik, Landgasthof Seehaus, Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG und Systemedia GmbH (alle Pforzheim) sowie Karl Elser Druck GmbH (Mühlacker). Das Förderprogramm soll Unternehmen dazu anregen, außerhalb der einschlägigen Umweltvorschriften für weitere Einsparungen des Energieverbrauchs zu sorgen, die Ressourcen zu schonen und damit auch einen Einsparungseffekt bei den Kosten zu erzielen. Partner des Landes sind die Stadt Pforzheim mit ihrem Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) sowie die Industrie- und Handelskammer, außerdem die Beratungsgesellschaft Arqum aus Ostfildern.
Für Pforzheims OB Hager und WSP-Direktor Christoph Dickmanns war gestern beim Abschluss des Projekts klar: „Wir machen weiter.“ Will heißen: Es wird ein weiteres Projekt dieser Art in der Goldstadt gestartet. Teilnehmen können bis zu 15 Unternehmen. Interessenten melden sich bei einem der Projekt-Partner.
Für den IHK-Hauptgeschäftsführer ist „Umweltschutz ein elementares Thema und ein durchgängiges Element im Management“, betonte er gestern. Unternehmen, die sich bereits jetzt damit befassen würden, hätten „einen Wettbewerbsvorteil“, sagte der Hauptgeschäftsführer. Zudem sieht er in dem ECOfit-Projekt eine „Profilierung für den Nordschwarzwald. Man sieht, hier findet Innovation statt.“ Oberbürgermeister Hager stellte unterdessen klar: „Erstens gibt es Ressourcen nicht unendlich, sie sind begrenzt. Und zweitens werden sie stetig teurer.“ Zwei Gründe für das Stadtoberhaupt, dass sich insbesondere Unternehmen „früh mit diesem Thema auseinandersetzen sollten – und zwar nicht nur theoretisch sondern aktiv“.
Auch Martin Eggstein vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg hob den Nutzen für die Teilnehmer hervor: „Umweltschutz wirkt sich positiv auf die Kosten aus, er ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.“
Autor: Gerd Lache





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