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03. Februar 2012
Christine Saacke verwaltet das Pforzheimer Saacke Carré
Christine Saacke verwaltet das Pforzheimer Saacke Carré

Eine Lebensaufgabe: Christine Saacke verwaltet das Saacke Carré

Pforzheim. Eigentum verpflichtet. Christine Schmitt, geborene Saacke, weiß, wovon sie spricht. Seit 30 Jahren verwaltet die Unternehmensberaterin, die in Berlin lebt, nun das Pforzheimer Saacke Carré.

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Das ist für sie kein Job, sondern eine Lebensaufgabe. Schließlich gehört das zentral gelegene Areal seit Generationen ihrer Familie. Ihre Vorfahren Georg Christian und Karl Reinhard Saacke erwarben den Grundbesitz (eine wunderschöne Parkanlage) am 22. August 1853. Von ihrer Mutter hat sie die Verwaltung des heutigen Saacke Carrés im Jahr 1981 übernommen.

Obwohl Christine Schmitt seit zwölf Jahren in der Weltmetropole Berlin lebt („dort dreht sich das Rad der Zeitgeschichte“), ist sie mit ihrer Heimatstadt eng verbunden. Nicht nur wegen der unternehmerischen Aktivitäten für das Pforzheimer Saacke Carré, nimmt sie regen Anteil am Stadtgeschehen.( Sie findet es schade, dass die Goldstadt für die Deutsche Bahn nur noch Nebenstrecke ist. Toll findet sie die Masterplan-Initiative von Oberbürgermeister Gert Hager. „Das schafft Aufbruchstimmung und zeigt, was die Bürger für ihre Stadt wollen.“ Letztlich müsse es aber auch finanziell machbar sein). „Es ist wichtig, dass sich die Innenstadt weiter entwickelt.“ Eine Vision für die Zukunft wäre wichtig. „Vielleicht bringt die Masterplan-Initiative von Oberbürgermeister Hager eine Idee, an der sich die Immobilienbesitzer in der Innenstadt orientieren können.“

Einige „schlimme Ecken“

„Manche Ecken in Pforzheim sehen schlimm aus“, gibt sie zu Bedenken. Dabei seien alle Bürger und besonders die Hausbesitzer in der Pflicht, sich für Verbesserungen einzusetzen. Leerstände und heruntergekommene Fassaden sind ihr ein Dorn im Auge.

Mit den Investitionen in das Carré übernimmt die Familie Vorbildfunktion – etwa was den Vollwärmeschutz der Gebäude angeht. Von den 95 Wohnungen in neun Gebäuden sind schon viele sukzessive modernisiert worden. Ziel ist, alle zu sanieren. „Das Auge sieht und wohnt mit.“ Wohlfühlen sollen sich ihre Mieter in dem Innenstadt-Quartier, das einst ein prächtiger Park außerhalb der Pforzheimer Stadtmauern war, der bis über die heutigen Gleisanlagen der Bahn reichte.

Auch die Gewerberäume im Saacke-Carré sind heute auf dem neuesten Stand. „Verstaubtes kommt nicht so gut an“, weiß die Unternehmensberaterin, die das Abitur im Reuchlin-Gymnasium ablegte, bevor sie in Würzburg Betriebswirtschaft studierte.

Schlaflose Nächte

Manch schlaflose Nächte habe ihr die Umgestaltung des Saacke-Areals an der Bahnhofstraße bereitet. „Rechnet sich das alles?“ habe sie sich seither oft gefragt. „Seit dem Jahr 2004 sanieren wir das Saacke-Carré sukzessive mit wirksamem Vollwärmeschutz“, erläutert Christine Schmitt. Was an der Bahnhofstraße mit einer Wärmedämmverbund-Fassade begann, wurde auch an der Poststraße 6, 8, 10 und an der Kiehnlestraße 26 nicht nur aus optischen Gründen fortgesetzt. Neben der Fassade, die nun keine Kälte mehr nach innen lässt, wurde auch die Dämmung für die Dächer erneuert sowie die alten Fenster mit Wärmeschutzglas versehen.“

Sie hat die Investition bis heute nicht bereut. Die Gebäude haben ein zukunftsweisendes Äußeres bekommen. Das zieht Kunden für die Gewerbemieter und Mieter für die Wohnungen an. Oben an der Bahnhofstraße wird demnächst die HypoVereinsbank (jahrzehntelang an der Zerrennerstraße ansässig) einziehen, dort wo früher die Beckh-Stuben und Preibisch & Uhlig ihren Kunden Grillhähnchen und Fernseher offerierten.

Im Gebäude darunter hat die Nachbarschaftshilfe moderne Büroräume bezogen. Zukunftsfähig und nachhaltig müssten die Dienstleistungen sein, die man den Mietern anbietet. Das sieht auch Engel & Völkers so. Mit diesem Mieter ist ein namhaftes Unternehmen der Immobilienbranche Mieter im Saacke-Carré geworden. „Und wenn der Neubau der BW-Bank im Sommer fertig ist, könnte die Poststraße vielleicht bald zur schönsten Straßen der Innenstadt gekürt werden.“

Autor: Lothar H. Neff I Pforzheim

03.02.2012
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