

Ersingen. Die Raiffeisenbank Ersingen ist „eine grundsolide Bank, die den Wirren der jüngsten Krisen problemlos getrotzt hat und mit einer weit überdurchschnittlichen Eigenkapitalausstattung ihren Kunden ein Maximum an Sicherheit bietet.“ Dieses Fazit zog Bankvorstand Richard Weber, der gemeinsam mit Anette Waidelich das Kreditinstitut leitet, auf der 99. Generalversammlung der Raiffeisenbank in der Ersinger Festhalle.
Die vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 belegen diese Einschätzung. Die Bilanzsumme habe sich kontinuierlich weiter um 1,8 Prozent auf 65,5 Millionen Euro erhöht. Auf der Aktivseite der Bilanz spiegle sich die verhaltene Nachfrage der Kundschaft nach Krediten in einem nur leichten Wachstum der Ausleihungen um 0,6 Prozent auf 45,8 Millionen Euro wider. Die nicht für das Kreditgeschäft benötigten Mittel wurden in Wertpapieren des Bundes oder staatlich garantierter europäischer Emittenten und bei der genossenschaftlichen Zentralbank angelegt. Diese Positionen erhöhten sich um 911.000 Euro.
Die Passivseite verzeichnet einen Anstieg der Einlagen um 1,2 Prozent auf 50,7 Millionen Euro. 7,6 Millionen Euro sind als zinsverbilligte staatliche Fördermittel direkt an Kunden weitergereicht worden. Die Raiffeisenbank Ersingen war für ihr außerordentliches Engagement in diesem Bereich 2011 erneut als „Top-Fördermittelbank“ ausgezeichnet worden. Kräftig aufgestockt wurde das bilanzielle Eigenkapital. Die Rücklagen erhöhten sich um fast drei Viertel auf 3,8 Millionen Euro. Möglich wurde dies durch die Auflösung stiller Vorsorgereserven im Vorgriff auf die kommenden neuen Regeln von „Basel III“, erläuterte Richard Weber. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen leichten Rückgang des Zinsüberschusses auf knapp 1,5 Millionen Euro aus.
Vom durch die gewinnbringende Auflösung der Vorsorgereserven außerordentlich hohen Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro gehen 1,58 Millionen Euro in die offenen Rücklagen. Aus dem Bilanzgewinn von 49000 Euro wird eine Dividende von vier Prozent auf die Geschäftsguthaben ausgeschüttet. Berücksichtige man den Betrag von 34000 Euro, der für das Gebührenrückerstattungsmodell der Bank aufgewendet werde, ergebe sich ein rechnerischer Dividendensatz von fast acht Prozent, machte Bankvorstand Weber deutlich. 2011 habe zudem das Gemeinwohl in Kämpfelbach von den Leistungen der Raiffeisenbank in Gestalt von 55000 Euro Gewerbesteuer und 9000 Euro Spenden an Vereine profitiert.
Den Prüfungsbericht verlas Aufsichtsratsvorsitzender Theo Roßwag: Vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken erhielt das Ersinger Institut mit dem Rating „A++“ eine hervorragende Note.
Autor: Martin Schott






