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Motivationstrainerin Katja Porsch erzählt in Cottbus von ihren zwei gescheiterten Firmengründungen. Foto: SETTNIK
Motivationstrainerin Katja Porsch erzählt in Cottbus von ihren zwei gescheiterten Firmengründungen. Foto: SETTNIK
19.04.2017

„Fuck-up-Nights“ - Unternehmer stehen zu Pleiten

Cottbus. Scheitern und danach wieder aufstehen: In immer mehr Städten wollen sich junge Leute die Geschichten von Pleiteunternehmern anhören, um von ihnen zu lernen. Und der Bundesverband Deutsche Startups fordert mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Firmenpleiten.

Cottbus. Scheitern und danach wieder aufstehen: In immer mehr Städten wollen sich junge Leute die Geschichten von Pleiteunternehmern anhören, um von ihnen zu lernen. Und der Bundesverband Deutsche Startups fordert mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Firmenpleiten. „Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns in Deutschland oder wenn man es optimistischer formulieren möchte: Eine Kultur der zweiten Chance“, teilte der Verband in Berlin mit. In der Start-up-Szene werde Scheitern bereits als wertvoller Erfahrungsvorsprung verstanden. „Verlässt man allerdings dieses Ökosystem, trifft man immer noch häufig auf Stigmatisierung.“

Als ein Konzept für mehr Mut rund ums Scheitern gelten sogenannte Fuck-up-Nights, bei denen Unternehmer zum Beispiel in Bars oder Clubs von ihren Firmenpleiten berichten. Das vor Jahren in Mexiko entstandene Konzept ist immer häufiger in deutschen Städten zu finden, zuletzt etwa im brandenburgischen Cottbus. Mehrere Redner sprechen dabei nacheinander von ihren gescheiterten Firmen und antworten auf Fragen aus dem Publikum. Fuck up heißt übersetzt ungefähr so viel wie etwas versauen oder Mist bauen.