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Für Marke und Warenlager  der Firma Bunz sucht der Insolvenzverwalter nach wie vor einen Käufer.
Für Marke und Warenlager der Firma Bunz sucht der Insolvenzverwalter nach wie vor einen Käufer.
© Seibel/PZ-Archiv

Im Atelier Bunz gehen die Lichter aus

DOBEL. „Wir suchen weiterhin nach einem Investor“, versicherte am Mittwoch Insolvenzverwalter Jürgen Sulz. Der Reutlinger Rechtsanwalt bemüht sich im Auftrag des Amtsgerichts Tübingen nach wie vor um einen Käufer für Marke, Warenlager und Betrieb der Schmuckmanufaktur Bunz in Dobel. Das von Georg Bunz gegründete Unternehmen musste Ende Mai Insolvenzantrag stellen.

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Das Verfahren wurde am 30. Juni eröffnet. Der Insolvenzverwalter hat die verbliebenen 20 Mitarbeiter des Atelier Bunz inzwischen freigestellt und den Produktionsbetrieb beendet. Es gebe keinen festen Zeitplan für die Investorensuche, allerdings stünden Geldgeber in diesen schwierigen Zeiten nicht gerade Schlange, räumte Sulz im Gespräch mit der PZ ein.

Suche nach Investoren

Schon im Vorfeld hatten sich Georg Bunz (71) und Rechtsanwalt Clemens Ladenburger von Pforzheims größter Anwaltskanzlei vergeblich um ein Weiterführungskonzept bemüht. Die Zahlungsschwierigkeiten waren zu massiv. Der Hersteller hochwertigen Gold- und Platinschmucks zog schweren Herzens die Reißleine und stellte den Insolvenzantrag.

Die Hoffnungen richten sich nach wie vor auf einen Investor aus dem Ausland, der dadurch einen Fuß in den deutschen Markt bekommen könnte. Nicht betroffen vom Insolvenzantrag ist die Firma Deco Art, die von Bunz’ Sohn geführt wird. Als Grund für die finanzielle Schieflage hatte Bunz die steigenden Edelmetallpreise, insbesondere bei Platin, genannt, „die man nicht eins zu eins an unsere Kunden weitergeben konnte“. Zwar sei der Umsatz zuletzt gestiegen und die Geschäfte gut gelaufen (im ersten Quartal dieses Jahres stieg der Umsatz demnach um sechs Prozent, im vergangenen Jahr lag er bei rund fünf Millionen Euro) – aber ein profitabler Geschäftsbetrieb sei nicht mehr aufrecht zu erhalten gewesen. Dennoch zeigte sich der „Manufacturer of the year“ des Jahres 2004 auch nach dem Insolvenzantrag überzeugt, dass die Marke Bunz am Markt erhalten bleibe. Denn der Name sei eingeführt, man habe sich einen hervorragenden nationalen wie internationalen Ruf erarbeitet.

Autor: Lothar H. Neff

15.07.2009
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