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31. Mai 2011
Vertritt die Interessen geschädigter Cobra-Kunden: Rüdiger Wolf vom Creditorenverein Pforzheim. Foto: PZ-Archiv
Vertritt die Interessen geschädigter Cobra-Kunden: Rüdiger Wolf vom Creditorenverein Pforzheim. Foto: PZ-Archiv

Insolvenz kommt: Zwei Tonnen Edelmetall fehlen weiter

Der Wirtschaftskrimi um das verschwundene Cobra-Edelmetall (200 Kilogramm Feingold und 1,6 Tonnen Silber) beschäftigt nicht nur die Staatsanwaltschaft, sondern die gesamte Schmuckbranche. Rüdiger Wolf, Geschäftsführer des Creditorenvereins (CV) Pforzheim, verzeichnet in den vergangenen Tagen vermehrte Anfragen von betroffenen Mitgliedern der Gläubigerschutz-Organisation.

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Zur Erinnerung: bei der Pforzheimer Firma Cobra-Schmuck sind seit Ostern Edelmetallbestände im Wert von neun Millionen Euro verschwunden. Der Geschäftsbetrieb ruht. „Wir vertreten Lieferanten und Kunden von Cobra-Schmuck“, erläutert Wolf auf Anfrage der PZ. Der CV vertritt deren Interessen gegenüber Cobra, vertreten durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Wolfgang Bilgery. „Es handelt sich auch von der Dimension her um einen außergewöhnlichen Fall.“

Gegen Diebstahl oder Betrug könne man sich nur schwer schützen. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Sachen Cobra Schmuck sei in den kommenden Wochen zu rechnen. In einem solchen Verfahren liege die realisierbare Quote durchschnittlich zwischen zwei und fünf Prozent. „Wenn wir bestehende Sonderrechte wie etwa Eigentumsvorbehalte auf das gelieferte Material geltend machen können, kann sich diese Realisierungsquote erheblich erhöhen.“

Durchschnittlich erzielte der Creditorenverein im vergangenen Jahr einen Wert von 30 Prozent. Grundsätzlich gelte es, so Wolf, alle fälligen Forderungen möglichst frühzeitig zum Einzug anzumelden. „Die zeitnahe Abgabe überfälliger Forderungen verbessert die Chancen auf Realisierbarkeit erheblich.“

Grundsätzlich habe sich das Zahlungsverhalten in der Schmuck- und Uhrenbranche verbessert, stellt Wolf fest. Waren im Jahr 2009 noch 43 Prozent der CV-Mitgliedsfirmen von Insolvenzen ihrer Abnehmer betroffen, so sank dieser Anteil im Vorjahr auf 27 Prozent. „Die Stimmung in der Branche hat sich 2010 deutlich verbessert.“

Autor: Lothar H. Neff

01.06.2011

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