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19. April 2010
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Messe "Bauen & Wohnen": Lichtblick für Bauwirtschaft

PFORZHEIM. Sind wir am Ende der Wirtschaftskrise? Einige Aussteller der Messe „bauen & wohnen“ hatten diesen Eindruck. Denn die Bürger interessieren sich nicht nur für Investitionen ins Renovieren, sondern auch für Neubauten.

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Starker Sonntag, durchwachsener Samstag und lauer Freitag. So umschrieben einige der Aussteller auf der Pforzheimer Messe „bauen & wohnen“ in der St.-Maur-Halle im PZ-Gespräch gestern das Besucheraufkommen der dreitägigen Veranstaltung. Am Ende meldete Projektleiterin Kerstin Broh rund 3000 zahlende Interessenten, die sich für die Produkte und Dienstleistungen der rund 70 Firmen in der Halle und auf dem Freigelände neben dem Enzauenpark interessierten.

Sowohl bei Ausstellern wie auch bei Besuchern musste Messe-Veranstalter JoKo aus Siegen gegenüber der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren Federn lassen, sprich: es waren weniger Firmen und weniger Publikum da.. Indes: Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage, die hinter uns liege, äußerte sich die Projektleiterin trotzdem „zufrieden“ mit der „bauen & wohnen“. Dank des besucherstarken Sonntags zeigten sich einige Firmenvertreter bei Messeschluss doch noch optimistisch. Mehr noch: „Wir sind überrascht, wie hoch der Anteil der Interessenten ist, die sich für einen Neubau interessieren. Bisher lag der Fokus bei uns auf der Renovierung“, sagte Michael Stoll vom Bauprofi-Team, einem Zusammenschluss von Handwerkern aus der Region.

Handlungsbedarf zur Aufklärung

Horst Dietrich, Bausachverständiger beim Bauprofi-Team, stellte zudem fest: „Es ist ein enormes Informationsbedürfnis zum Thema Energieeinsparung vorhanden.“ Allerdings seien einige Interessenten von der Vielzahl an Gesetzen und Fördermöglichkeiten sowie der technischen Angebote überfordert. Für die Experten sieht Dietrich deshalb Handlungsbedarf zur Aufklärung.

Unterdessen sprach Andreas Aichele von Besuchern, „die mit ganz gezielten Fragen“ an den Stand gekommen seien, der Gartengestaltung, Fliesen und Natursteine präsentierte. Das Unternehmen hat seine Ausstellungsfläche gegenüber der letzten Veranstaltung um knapp 20 Prozent erhöht. Aichele sprach zum Messe-Ende von einer erfreulichen Zahl an Terminen, die er in den nächsten Wochen bei den Kunden bekommen habe.

Mirjan Zorko machte ähnliche Erfahrungen: „Wir haben einen Käufermarkt“, sagte er. Und: „Die Kunden wissen genau, was sie wollen, sie sind meist gut informiert, bevor sie auf die Messe kommen.“ Auch der Fachbetrieb für Heizung, Bad und Sanitär bilanzierte zum Schluss der Messe „einige Termine, von denen wir uns im Anschluss auch Geschäftsabschlüsse versprechen“.

Kostenlose Beratung der Polizei

Bei Karl-Heinz Lucke hätte eigentlich Großandrang am Stand herrschen müssen. Denn: Er gibt kriminalpolizeilichen Rat – und das völlig kostenlos für jedermann, auch bei Hausbesuchen. „Meist kommen die Leute verstärkt dann, wenn in einer Wohngegend die Einbrüche zunehmen“, sagte er. Die vorbeugende Beratung sei indes noch ausbaufähig. Lucke gibt Hausbesitzern und Mietern Tipps, wie sie ihre vier Wände vor Einbruch schützen können. Telefon: (0 72 31) 1 86 36 10.

Autor: Gerd Lache

19.04.2010

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