13. Juni 2013
Voll besetzt war das PZ-Forum bei der jüngsten SEPA-Veranstaltung.
Voll besetzt war das PZ-Forum bei der jüngsten SEPA-Veranstaltung.

PZ-Blog zum Thema SEPA startet: Sie fragen, wir antworten

Am 1. Februar 2014 läuft das nationale Zahlungsverfahren aus. An seine Stelle tritt das auf EU-Ebene neu entwickelte SEPA-Verfahren. Wer dann noch als Unternehmer oder Vereinsvorstand glaubt, seine Bankgeschäfte auf die herkömmliche Art durchführen zu können, hat ein Problem.

Anzeige

Wenn Sie Fragen zur SEPA-Umstellung haben, finden Sie Antworten im Internet unter www.pz-news.de/sepa oder wir beantworten Ihre Fragen, die Sie uns per Mail an sepa(at)pz-news.de schicken.

„Als juristische Personen im gesetzlichen Sinn sind auch Vereine im Zahlungsverkehr künftig an die SEPA–Regeln gebunden“, erläutert Wolfgang Marholdt. Er ist SEPA-Beauftragter der „Pforzheimer Zeitung“, die sich mitten in der Umstellung auf das neue Zahlungsverfahren befindet. Zehntausende von Kundendaten müssen neu erfasst und Einzugsermächtigungen umgewandelt werden. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand für Organisation und Verwaltung. „Fragen Sie Ihre Bank oder Sparkasse um Rat oder laden Sie die Infos unter www.pz-news.de/sepa von unserer Homepage“, rät Marholdt. „Oder kommen Sie gleich zur nächsten Informationsveranstaltung gemeinsam mit der Volksbank Pforzheim am 24. Juli um 19 Uhr im PZ-Forum.“ Ein Unternehmer stellt in dem Workshop seine SEPA-Erfahrungen vor.

Ist das (Online-)Einholen der erforderlichen Gläubigeridentifikationsnummer unter www.glaeubiger-id.bundesbank.de noch eine einfache Angelegenheit, gestaltet sich der alltägliche Zahlungsverkehr schon etwas schwieriger, weiß Marholdt. Die Grundvoraussetzung ist ein PC neueren Datums (Betriebssystem: Vista oder Windows 7/8) und ein Internetzugang für das Online-Banking. Ferner werden eine geeignete Banksoftware und eine Vereinsverwaltung mit SEPA-Funktionen (IBAN, BIC, XML-Daten) benötigt. Nun müssen die Bankdaten der Mitglieder, Lieferanten und Kunden mit Hilfe eines Bank- oder Programmtools umgewandelt werden. Neue Überweisungsformulare und die Zahlungen an Lieferanten, Übungsleiter und Versicherungen können auf SEPA umgestellt werden. Bei den Einnahmen (Mitgliedsbeiträge) wird es dann aber deutlich aufwendiger, erläutert Marhold. Um weiter wie bisher am Bankeinzug teilnehmen zu können, sind bis Februar 2014 zwingend sogenannte SEPA-Mandate erforderlich.

Dieses enthält neben der Adresse des Gläubigers, die Gläubiger-ID und eine Mandatsreferenz (z.B. die Mitgliedsnummer plus einer Jahreszahl), welche den Zahlungszweck eindeutig definiert. Ferner sind die Anschrift des Kontoinhabers sowie seine IBAN und BIC aufgeführt und das Mandat muss persönlich unterschrieben sein. Liegt eine unterschriebene Einzugsermächtigung vor, kann sie in ein SEPA-Mandat umgewandelt werden. Dazu wird das Mitglied per Brief, Email oder Bankauszug über die Wandlung in ein SEPA-Mandat mit einem vierwöchigen Widerspruchsrecht informiert. „In dieser Info sollten auch persönlichen Daten wie Mandatsreferenz, IBAN/BIC, Betrag und Einzugstermine enthalten sein“, ergänzt der PZ-Experte.

Fragen und Informationen zur SEPA-Umstellung im Internet unter www.pz-news.de/sepa oder per Mail an sepa(at)pz-news.de

Autor: Lothar H. Neff

01.07.2013

Weitere Artikel, Bilder und Videos zum Thema

Artikel teilen
Anzeige