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23.07.2009

Persönliche Erklärung Wiedekings zu seiner Abfindung

Vor seinem Aus als Porsche-Chef hat es heftigste Diskussionen über die Höhe der Abfindung für Wendelin Wiedeking gegeben. Spekuliert wurde erst über eine Summe von 100 Millionen Euro, zuletzt war sogar eine gigantische Rekordabfindung von 250 Millionen Euro im Gespräch. Das wäre mehr gewesen, als bislang jemals an einen gescheiterten Manager gezahlt wurde. Der Aufsichtsrat des Sportwagenbauers zahlt nun 50 Millionen Euro an Wiedeking. Die Hälfte der Summe fließt in eine soziale Stiftung. In einer persönlichen Erklärung erläutert der 56-Jährige die Gründe dafür:

„Persönliche Gründe, aber auch meine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, veranlassen mich, einen erheblichen Betrag für soziale Zwecke zur Verfügung zu stellen.
Als Zeichen der besonderen Verbundenheit mit meinen langjährigen Mitarbeitern und Weggefährten beabsichtige ich, am Stammsitz der Porsche AG in Stuttgart-Zuffenhausen eine gemeinnützige/mildtätige Stiftung zu gründen. Unter maßgeblicher Einbeziehung der Porsche- Betriebsräte soll die Stiftung, die mit Barmitteln in Höhe von 25 Millionen Euro ausgestattet werden soll, auch zukünftig eine sozial gerechte Entwicklung an allen Porsche-Standorten unterstützen.
Darüber hinaus werde ich dem Sozialfonds der Landespresse Baden- Württemberg e.V., der Stiftung der Hamburger Presse und dem Verein Kollegenhilfe niedersächsischer Journalisten e.V. je 500 000 Euro zukommen lassen. Die Spenden sollen entsprechend den jeweiligen Satzungszwecken der Unterstützung notleidender Journalisten im Alter dienen.
Des Weiteren werde ich in Projekte investieren, mit denen in Deutschland Arbeitsplätze geschaffen werden. Ich bin in Deutschland voll steuerpflichtig, so dass die Hälfte meiner Einkünfte als Steuer an den Staat geht.
Die Stiftung in Zuffenhausen soll meine beiden bereits bestehenden Stiftungen für soziale Zwecke in Beckum/Westfalen und Bietigheim- Bissingen mit einer Stiftungssumme von insgesamt 10 Millionen Euro ergänzen.“