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Für den Ansturm gerüstet:  Der Pforzheim-Stand auf der ITB, hinten der „Goldliner“.
Für den Ansturm gerüstet: Der Pforzheim-Stand auf der ITB, hinten der „Goldliner“.
© Frei

Pforzheim bei ITB: Schwarzwald genießen oder lieber Teepflücken

Besonderes Highlight des Pforzheim-Auftritts auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) Berlin ist diesmal der „Goldliner“, den das Tourismusmarketing der Stadt an seinem Stand in der Baden-Württemberg-Halle positioniert hat.

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Der Neoplan-Oldtimerbus aus dem Jahr 1957 mit 22 Karat- Blattvergoldung wirbt für den „Automobilsommer Baden-Württemberg 2011“. Die Stadt Pforzheim wird dazu einiges auf die Beine stellen, zumal die gebürtige Pforzheimerin Bertha Benz mit ihrer legendären „ersten Fernfahrt der Welt mit einem Automobil“ im August 1888 von Mannheim nach Pforzheim den Startschuss für die Entwicklung des Automobils gegeben hat.

Neben dem Automobilsommer wird sich die „Goldstadt“ Pforzheim selbstverständlich mit ihren Glanzstücken Schmuckmuseum, Schmuckwelten und „Technisches Museum“ der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie dem Berliner Publikum präsentieren. Als Stadt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord wirbt Pforzheim für zahlreiche Wander-, Radfahr- und Erlebnisangebote. Ein Gewinnspiel, bei dem in diesem Jahr die Länge eines „Goldschlauches“ geschätzt werden muss. Hauptgewinn ein Goldstadt-Wochenende mit Übernachtung für zwei Personen, rundet das Messeangebot ab. Was die internationale Konkurrenz angeht, muss sich der Schwarzwald-Tourismus gegen attraktive Angebote aus aller Welt behaupten: Schafe hüten in Irland, Teepflücken in Sri Lanka oder ein Besuch im Nomadenzelt: Viele Urlauber zieht es zu immer exotischeren Reisen. Aber nicht alle können sich das leisten. In der Reisewelt wird die Kluft zwischen Arm und Reich in der Krise größer.  Die Tourismusbranche trifft sich seit gestern auf der weltgrößten Reisemesse ITB. Mehr als 11 000 Aussteller aus 187 Ländern laden ein zu einer Reise um die Welt und hoffen auf gute Geschäfte. Die Wirtschaftskrise hat aber die Reiseindustrie nicht verschont. Die alten Rekordwerte des Reiseweltmeisters Deutschland sind in weite Ferne gerückt. Megatrend bleibt der preiswerte All-Inclusive-Urlaub. Die Kunden buchen immer kurzfristiger, achten aufs Geld und die Kalkulierbarkeit ihrer Ausgaben.

   Die Reiseindustrie setzt daher verstärkt nun auf gutbetuchte Gäste, die weitgehend ungeschoren durch die Rezession gekommen sind, schon weitgereist sind und jetzt den „besonderen Urlaub“ suchen. Sie wollen nicht nur mit dem Bus auf Sightseeing-Tour gehen, sie wollen in fremde Kulturen eintauchen und zugleich die Sicherheit einer geführten Reise. Marktforscher gehen davon aus, dass die Gruppe der über 50-Jährigen in einer alternden Gesellschaft für die Reisebranche in Zukunft die wichtigste Zielgruppe sein wird. Und sie sind relativ kaufkräftig. pz/dpa

 Bis Sonntag werden auf der ITB in Berlin bis zu 170 000 Besucher erwartet. Zunächst ist die Messe nur für das Fachpublikum zugänglich. Am Samstag und Sonntag öffnen die 26

Hallen auch für Privatbesucher.

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