


Ersonnen wurde die Idee von Pforzheims Wirtschaftsförderer Reiner Müller und Tourismuschef Wolfgang Trautz. Unterstützt wird sie vom Geschäftsführer des Bundesverbandes Schmuck+Uhren, Thilo Brückner. Im PZ-Gespräch auf der Messe Baselworld im März wurde das Projekt von Oberbürgermeister Gert Hager als beschlossen verkündet. In Leipzig wird es im September dieses Jahres umgesetzt, wie Hager bekannt gab.
Und darum geht es: Zum ersten Mal wird Pforzheim auf der Schmuck- und Uhrenmesse Midora (1. bis 3. September 2012) mit einem Gemeinschaftsstand unter dem Goldstadt-Label auftreten. Das Messemotto: „Goldene Zeiten in Leipzig.“ Der Slogan am Gemeinschaftsstand wird lauten: „Gold.Stadt.Pforzheim. Unsere Unternehmen sind Gold wert.“
Das soll nur der Anfang sein, wünschten sich die Projektteilnehmer gestern beim Pressegespräch. „Wenn es funktioniert, könnte man das Modell auch für Gemeinschaftsausstellungen auf Auslandsmärkten übertragen“, meinte Armin Kühnel. „Pforzheim sollte in diese Richtung weitergehen. Für kleinere Firmen ist diese Unterstützung optimal“, sagte Werner Loss. Pforzheim wird in diese Richtung weitergehen, „da rennen Sie bei uns offene Türen ein“, versprach Oberbürgermeister Hager. Das Midora-Engagement sei „ein wichtiges Signal für die Geschlossenheit in der Goldstadt“. Der OB lobte bereits in Basel, dass die Branche zu einem Schulterschluss bereit sei und nicht in Einzelkämpfer-Mentalität verharre. Denn: „Wir wollen, dass die Traditionsfirmen hier erhalten bleiben.“
Gute Erfahrungen mit Gemeinschaftsständen hat der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) bereits mit der Initiative „Hochform“ gemacht. Hierbei soll vor allem kleineren Unternehmen aus den Bereichen Präzisionstechnik (Automobilzulieferer, Dental- und Medizintechnik) und Design der Weg zu einer Messepräsentation eröffnet werden.
Die ersten Teilnehmer des Gemeinschaftsprojekts für die Traditionsbranche sind zunächst sechs Firmen: Gerhard Kühnel e. K. (Trauringe und Schmuck), Loss Feinguss GmbH, Rowi Präzisionstechnik GmbH (Metallverarbeitung mit CNC-Technik), Pranda & Kroll GmbH & Co. KG (Modeschmuck, Silber- und Goldschmuck) und C. Jentner GmbH (Oberflächen- und Galvanotechnik) – alle aus Pforzheim – sowie aus Keltern die Firma Burger Edelmetalle.
Der 120 Quadratmeter große Goldstadt-Stand in Leipzig bietet jedem der Aussteller rund 15 Quadratmeter eigene Präsentationsfläche. Hinzu kommen Gemeinschaftseinrichtungen wie Informationstheke oder Besprechungsecke, erklärte Wirtschaftsförderer Müller. Flankiert wird der Gemeinschaftsstand von Trauringhersteller Roland Rauschmayer. Das Pforzheimer Unternehmen ist schon seit mehreren Jahren in Leipzig mit einem eigenen Auftritt vertreten. Es gab anfangs Überlegungen, die rund 45 Quadratmeter große Rauschmayer-Fläche zu integrieren, allerdings wurde keine passende Lösung gefunden. „Wir werden uns deshalb als Nachbarn in die goldene Aura des Pforzheim-Standes begeben“, sagte Marketingleiter Chris Rauschmayer. Auch der Bundesverband Schmuck+Uhren wird sich dazu gesellen. Ebenfalls in Leipzig vertreten sind übrigens Firmen und Institutionen aus der Region wie Aristo Vollmer, Creditoren-Verein Pforzheim, Bernhard Strinz, Schwarz Trauringe, Kurt Herb GmbH und Provita B. Borger – um nur einige zu nennen.
Autor: Gerd Lache






