

Pforzheim. Sparkassenchef Herbert Müller: legte zum letzten Mal die Bilanzzahlen der Sparkasse Pforzheim Calw vor: Mit 115,2 Millionen Euro wurde das Vorjahresergebnis deutlich übertroffen. Am 30. Januar wird nun der neue Vorstandsvorsitzende gewählt.
Das war’s: Herbert Müller hat gestern die letzte Bilanzpressekonferenz der Sparkasse Pforzheim Calw geleitet. Am 30. Januar wählt der Verwaltungsrat seinen Nachfolger. Müller geht in Ruhestand. Drei Kandidaten stehen für die Neubestimmung des Vorstandsvorsitzenden zur Auswahl: die beiden Stellvertreter von Müller, Stephan Scholl und Hans Neuweiler, sowie ein weiterer Bewerber von außerhalb, dessen Namen und berufliche Herkunft bis zur Entscheidung partout nicht genannt werden soll. Am 31. Januar wird die Sparkasse in einer Pressekonferenz die neue Führung präsentieren. Bis dahin gilt Stillschweigen.
Unterdessen hatte Müller am Freitag einen hervorragenden Abgang: „Die Sparkasse Pforzheim Calw beendete das Jahr 2011 mit dem besten Betriebsergebnis ihrer Geschichte“, sagte der Vorstandschef. Mit 115,2 Millionen Euro sei das Vorjahresergebnis von 107 Millionen „mehr als deutlich übertroffen“ worden. Das Geschäftsvolumen gab er mit zwölf Milliarden Euro an, die Bilanzsumme verharrt bei 10,3 Milliarden Euro.
Nicht nur auf die Bilanzsumme bezogen ist das Pforzheimer Geldinstitut die Nummer eins unter Baden-Württembergs Sparkassen, auch beim sogenannten Verwaltungsaufwand (Personal- und Sachkosten) erzielen die Pforzheim-Calwer nach eigenen Angaben „den günstigsten Wert“ unter den 25 größten Sparkassen in Deutschland. Wie ist das zu erklären? Offiziell heißt es dazu, dies sei das Ergebnis von konsequentem Kostenmanagement und effizienten Arbeitsabläufen. Etwas launig meinte der Vorstandschef: „Wir schaffen halt schneller als die anderen.“ Wie das geht, das schauen sich Sparkassen-Kollegen aus ganz Deutschland an.
Bundesweit steht das öffentlich-rechtliche Institut, gemessen an der Bilanzsumme, auf Platz elf im Ranking. Zu den besten Drei der bundesdeutschen Sparkassen zählen die Pforzheim-Calwer mit ihrem Auslandsgeschäft. Heimische Unternehmen werden laut Vorstandsmitglied Stephan Scholl bei ihren weltweiten Aktivitäten begleitet. Schwerpunktmärkte seien Asien, insbesondere China, außerdem die USA.
Als das „eigentliche Kapital“ seines Hauses bezeichnete der Vorstandsvorsitzende die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insgesamt 2057 Halbtages- und Ganztageskräfte, 179 davon sind Auszubildende. Umgerechnet auf die Ganztagesstellen hat die Sparkasse damit eine überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote von 11,2Prozent. Altersdurchschnitt aller Beschäftigten: 41,1 Jahre. Angesichts des demografischen Wandels und der Anforderungen an die Verlängerung der Lebensarbeitszeiten sei ein Gesundheitsmanagement eingerichtet worden. Das Ziel: Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter möglichst lange erhalten.
Von einer Kreditklemme sei in seinem Haus keine Rede, machte Müller am Freitag deutlich. Die Sparkasse habe der mittelständisch geprägten Wirtschaft in der Region eine Darlehenszusage von annähernd einer Milliarde Euro gegeben. Wie groß ein solcher Betrag ist, erklärte der Vorstandsvorsitzende so: „Wenn jemand jede Woche einen Lottogewinn von einer Million Euro hat, dann braucht er 19 Jahre dazu, um auf diese Summe zu kommen.“
Umfassend begleitet würden auch Existenzgründer, erklärte Vorstandsmitglied Stephan Scholl. Demnach wurden im vergangenen Jahr 114 (Vorjahr: 108) Existenzgründungen mit Finanzierungsvolumen von mehr als 20 (Vorjahr: zehn) Millionen Euro begleitet. In Jobs für die Region bedeute dies: 138 (Vorjahr: 119) neue Arbeitsplätze sowie im Zuge von Betriebsübernahmen 174 (Vorjahr: 2010) Arbeitsplätze, die erhalten werden konnten.
Bei der Förderung von Bildungseinrichtungen nannte die Sparkasse insbesondere die SRH-Hochschule in Calw sowie die Hochschule Pforzheim. In der Goldstadt habe man gemeinsam mit einigen Unternehmen aus der Region die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Stanztechnik ermöglicht.
Deutliche Zuwächse gab es laut Vorstandsmitglied Hans-Heiner Bouley beim Private Banking, einer speziellen Betreuung von Kunden mit größeren und sehr großen Vermögen. Anders als andere Geldhäuser verwalte die Sparkasse Pforzheim Calw die Gelder ihrer hochvermögenden Kunden selbst, anstatt sie zum Anlagemanagement außer Haus zu geben. „Wir stehen damit auch in der Verantwortung“, sagte Bouley.
Autor: Gerd Lache | Pforzheim





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Leserkommentare (11)
Mehr Kommentare... wäre da nicht auch Wulff, Mappus oder zu Guttenberg der richtige Kandidat ??? Solls ein Fachmann oder Fachfrau sein, die mit Geld umgehen können, schlage ich Frau Weisshaar vor - mitsamt ihrer anvertrauten Assistantin Christel Augenstein ...?! mehr...
Ihre Vorschläge bezüglich M@ppus , Augenstein und Weisshaar wären für mich KLASSE Kandidaten(innen) zur großen Geld Verbrennung!:mad: Diese Damen und der Herr würden es für mich fertig bringen diese gesunde Bank in den Bankrott zu führen, für mich eben ECHTE Fachkräfte für Geldverbrennung!!!:mad: Ich hoffe ja inständig den einen oder die eine irgendwann einmal auf der Anklagebank einer großen Strafkammer für ihre Leistungen zu sehen! Wird wohl nur ein frommer Wunsch sein, denn diese ...... mehr...
Glückwunsch ... SIE haben mich richtig verstanden ! Das sind keine üble Nachredungen, sondern ernstgemeinte Vorschläge für diese besagten Fachkräfte. Immerhin hat die Sparkasse ja die Chance und Möglichkeit, nach einer gewissen Probezeit die Beweise hierfür zu veröffentlichen - möge ja auch sein wir täuschen uns und die Sparkass wird in kurzer Zeit Milliardär ! mehr...