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26.04.2009

Resonanz der Umweltmesse - Ein Kommentar von PZ-Redakteur Gerd Lache

Die Sonne schickt uns keine Rechnung – so lautet der Slogan der Solarbranche. Die Sonne schickt aber auch keine Besucher, im Gegenteil. Das hat sich bei der Umweltmesse in der Pforzheimer St.-Maur-Halle am Enzauenpark gezeigt. Zumindest hatte die Veranstaltung nicht den erwünschten Interessentenzulauf, den sich die meisten Aussteller erhofft hatten. Ob’s alleine das sonnige Wetter war, das die Menschen von einem Messebesuch abhielt, ist zu bezweifeln. Mehrere Faktoren spielen eine Rolle.

Einer davon ist: Der Veranstalter muss noch intensiv am Konzept feilen. So hat die Umweltmesse keinen Erlebniswert und die einzelnen Aussteller boten teilweise zu wenig Aktionen. Wer heutzutage Publikum anlocken und eine Veranstaltung erfolgreich etablieren will, der muss tief in die Event-Kiste greifen. Brave Präsentationen alleine tun’s längst nicht mehr. Auch am Rahmenprogramm muss noch kräftig gearbeitet werden. Beispiel: Was spräche gegen ein solarbetriebenes Kinderkarussell, was gegen ein Unterhaltungsprogramm, dessen musikalische Vorträge mithilfe von sauberem Strom übertragen werden? Der fachlich interessierte Besucher kann nur in Ruhe auf einer Messe Informationen einholen, wenn sich der Rest der Familie nicht langweilt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass alle wegbleiben.
Fakt ist: Mit der Idee der Umweltmesse haben die Veranstalter den Zeitgeist getroffen. Kaum etwas anderes wird die Menschen in den kommenden Jahren mehr bewegen, als die Frage nach kostengünstiger und umweltfreundlicher Energieerzeugung. Insofern wäre es schade, wenn die Veranstaltung beim dritten Versuch in zwei Jahren die Kurve immer noch nicht kriegen würden.