
TIEFENBRONN. Auch ein neu entwickelter patentierter Schließmechanismus für Perlohrstecker – angeblich eine Weltneuheit – konnte den wirtschaftlichen Niedergang der Tiefenbronner Schmuckfirma Josef Eberle nicht mehr verhindern.
Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung sind die Chancen auf eine Weiterführung des Traditionsunternehmens weiter gesunken. Insolvenzverwalter Ado Nika, Rechtsanwalt aus Heilbronn, zeigte sich im Gespräch mit der PZ wenig zuversichtlich, was ein tragfähiges Fortführungskonzept angeht. „Momentan haben wir niemand an der Hand, der einsteigen möchte.“
Wie viele andere Schmuckhersteller musste der Spezialist für filigrane Verschlüsse (Perlschließen) der schwierigen konjunkturellen Lage Tribut zollen und Insolvenzantrag stellen. Aufgrund mangelnder Perspektiven musste Nika allen 27 Mitarbeitern der Firma Eberle kürzlich die Kündigung aussprechen. Die Hälfte der Belegschaft wurde bereits freigestellt. Der Betrieb soll Ende Juli eingestellt werden. Die Hoffnung auf den Einstieg eines neuen Investors hatte sich leider nicht erfüllt. ne





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