
Die Verhandlungspartner aus der Edelmetall-Industrie in Baden-Württemberg sind zuversichtlich, dass es am Mittwoch Nachmittag in Pforzheim zu einem erfolgreichen Abschluss der Tarifgespräche kommt. Harald Spreng (Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite) schränkte jedoch ein, dass die deutlich verbesserten Vorzeichen aus der Automobilindustrie nicht auf die Schmuck- und Edelmetallbranche übertragen werden könnten. Die Wirtschaftskrise habe gerade in der Edelmetall verarbeitenden Industrie tiefe Spuren hinterlassen.
Der langjährige Verhandlungsführer auf Seiten des Bundesverbands (BV) Schmuck & Uhren, Bernhard Fuchs, ist nicht mehr dabei. Der frühere Vorstand der Pforzheimer Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt leitete inzwischen das Edelmetall-Geschäft des Umicore-Konzerns in China. Walter Beraus von der Bezirksleitung der IG Metall wies darauf hin, dass der Schwerpunkt der baden-württembergischen Edelmetallindustrie nach wie vor im Raum Pforzheim liege. „Das materielle Ergebnis der Metall- und Elektroindustrie muss ohne Abstriche auf die Beschäftigten in der Edelmetallindustrie übertragen werden“, forderte gestern Martin Kunzmann von der IG Metall Pforzheim.
In der Metall- und Elektroindustrie erhalten die Beschäftigten für die Zeit vom 1. Mai 2010 bis 31. März 2011 einen Einmalbetrag von 320 Euro, der in zwei Raten fällig ist. Im April 2011 gibt es einen Zuschlag von 2,7 Prozent. ne





Das lesen Abonnenten am Dienstag in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":