26. Juli 2013
Hat die Karriere als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald langfristig geplant: Steffen Schoch.
Hat die Karriere als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald langfristig geplant: Steffen Schoch.

Wirtschaftsförderer für den Nordschwarzwald tritt nächste Woche

Für sein privates Hobby hat Steffen Schoch in nächster Zeit wohl keine Zeit. Das Akkordeon muss vorerst im Koffer bleiben. Vom 1. August an übernimmt er offiziell die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG). Tatsächlich ist er aber schon seit 17.Juni in der Region unterwegs, um sein künftiges Arbeitsgebiet kennen zu lernen.

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WFG-Hauptsitz ist das Innovationszentrum Innotec an der Blücherstraße in Pforzheim. Das Geschäftsgebiet indes umfasst knapp 234000 Hektar Fläche mit annähernd 600000 Einwohnern in 70Kommunen. Konkret: die Landkreise Freudenstadt, Calw und Enzkreis sowie das regionale Oberzentrum Pforzheim. Dieses heterogene Gesamtgebilde namens Nordschwarzwald soll Schoch als attraktiven Standort für Unternehmensansiedlungen und für Fachkräftegewinnung vermarkten.

Vorgänger Jens Mohrmann geht nach nur knapp zwei Jahren wieder nach Fellbach zurück. Dort war er einst als Wirtschaftsförderer tätig. Künftig leitet Mohrmann als Direktor und Geschäftsführer die Schwabenhalle Betriebsgesellschaft GmbH.

Häufige Geschäftsführerwechsel waren bisher bei der WFG nichts Ungewöhnliches. Wie sind die Planungen von Steffen Schoch? „Meine persönliche Karriereplanung ist auf zunächst zehn Jahre ausgerichtet“, sagt er im PZ-Gespräch. Unterdessen sind die Erwartungen an den Neuen hoch. Vor seinem kurzen beruflichen Ausflug in die Branche der Personalberater, den er jetzt abgeschlossen hat, war Schoch zwölf Jahre lang vielgelobter Wirtschaftsförderer der Region Heilbronn-Franken, die seiner Ansicht nach ähnlich gelagerte Strukturen wie der künftige Wirkungskreis habe. Schoch erwies sich seinerzeit als genialer Geldsammler für diverse Projekte via Firmen-Sponsoring und er verpasste Heilbronn-Franken das Image des Weltmarkführer-Standortes.

Hat er schon Pläne, wie die Region Nordschwarzwald angepriesen werden soll? „Dazu ist es noch zu früh. Ich komme nicht mit einem fertigen Konzept in der Tasche, sondern möchte gemeinsam mit dem Team etwas entwickeln“, erklärt er. Er treffe auf offene und engagierte Mitarbeiter. Schoch sieht sich nach eigenen Worten als Moderator, als einer, der Synergien herstellt und der Akzente setzt. So viel vorweg zur Image-Frage: „Wir müssen sehen, was der Markenkern ist. Wir müssen Bilder finden, die die Region ausmachen. Und wir müssen Geschichten erzählen.“ Emotionen seien sehr wichtig.

Von einem künstlich aufgepfropften Image hält Schoch nichts. „Es muss authentisch sein.“ Genauso wenig will er von oben herab die Themen setzen. „Das muss gemeinsam entwickelt werden. Wir müssen den Menschen mit Sensibilität begegnen.“ Deshalb war er bereits unterwegs, um zu hören „wie die Region tickt“, um zu schauen, was passiert, kurzum: „Ich will eintauchen.“

Wie ist nach den ersten Tauchgängen sein erster Eindruck von diesen Menschen in der Region, insbesondere von den Unternehmerinnen und Unternehmern? „Sehr selbstbewusst, mit dem Mut, andere Wege zu gehen, mit viel Herzblut für die Arbeit und mit großem Stolz. Der Erfolg gibt ihnen Recht“, beschreibt der neue Wirtschaftsförderer die Region.

Schochs Motto: „Ich muss die Unternehmen unterstützen, damit sie erfolgreich bleiben, dann geht es auch der Region gut.“ Als Vorteil sieht er die mittelständischen Firmenstrukturen und die internationale Ausrichtung. Der Wirtschaftsförderer ruft zum regionalen Schulterschluss auf, denn: „Der Wettbewerber sitzt nicht nebenan, sondern in Shanghai und anderswo in der Welt.“

Und was die unterschiedlichen Schwerpunkte in der Region betreffen, so sagt er: „Ich muss Brücken bauen.“ Derweil macht Schoch deutlich: „Die kleinste Einheit der Wirtschaftsförderung ist der Bürger.“ Wenn er auf seine Region stolz sei und dies mit Geschichten nach außen trage, dann sei das von unschätzbarem Wert.

Ohnehin müsse er nicht von Null starten, sagt Schoch: „Jens Mohrmann hat die WFG gut aufgestellt. Er hat Strukturen geschaffen und Ruhe reingebracht“, lobte der Künftige die Arbeit seines Vorgängers. Dieser hatte zu Beginn seiner Tätigkeit ein Strategiepapier entwickelt, das Ende des Jahres überarbeitet werden muss. Eine gute Gelegenheit für den Neuen, in einem nachfolgenden Strategiepapier von 2014 an eigene Pflöcke zu setzen, Bewährtes zu übernehmen oder weniger Erfolgreiches herauszunehmen.

„Die Region bietet verdammt viel“, sagt der künftige Wirtschaftsförderer und freut sich auf seine Aufgabe. „Wenn man Spaß an der Arbeit hat, ist man bereit viel zu geben“, lautet seine Devise. In seinem Fall dürfte es zumindest der vorläufige Verzicht auf das Akkordeonspielen während der knapp werdenden Freizeit sein.

Autor: Gerd Lache | Pforzheim

27.07.2013
mailerin
27.07.2013
Wirtschaftsförderer für den Nordschwarzwald tritt nächste Woche

Wieder einmal ein Förderer, dem die Arbeit "Spaß zu machen" scheint. Er möchte sich um die kleinste Einheit, den Bürger kümmern, der dann aber solch Geplantes auch umsetzen soll. Das Wirken des Vorgängers blieb dennoch fast unbekannt. Das Akkordeon sollte auch bei dem Nachfolger nicht im Koffer bleiben. Volksmusik hat schon Jahrzehnte überdauern können...... mehr...

Gesichtsgutachter
01.08.2013
Wirtschaftsförderer für den Nordschwarzwald tritt nächste Woche

Um Pforzheim für Fachkräfte attraktiver zu machen, könnte man doch in der Innenstadt ganz unkonventionell ab September ein freies W-LAN einführen. Mal sehen, wie lange das wieder dauert, bis das umgesetzt wird? :rolleyes: mehr...

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