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Tolles Treffen: Felix Magath schaute beim Oberliga-Spiel 1. FC Bruchsal gegen SV Spielberg vorbei. Auch Bruchsals Co-Trainer Massimo Marrone und Spielbergs Torjäger Alexander Zimmermann (rechts) fanden Zeit für einen netten Plausch.
Tolles Treffen: Felix Magath schaute beim Oberliga-Spiel 1. FC Bruchsal gegen SV Spielberg vorbei. Auch Bruchsals Co-Trainer Massimo Marrone und Spielbergs Torjäger Alexander Zimmermann (rechts) fanden Zeit für einen netten Plausch. © Privat
Toller Typ: Oliver Neuville stürmte einst für Gladbach, bald könnte er in Busenbach auf dem Platz stehen.
Toller Typ: Oliver Neuville stürmte einst für Gladbach, bald könnte er in Busenbach auf dem Platz stehen. © dpa
27.11.2013

Auf Ballhöhe: Felix Magath brachte dem 1. FC Bruchsal kein Glück

Die Büchenbronner Fußballer verzichten dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke und spenden lieber einen Betrag den Taifun-Opfern auf den Philippinen. Verzichten müssen die Kicker in der Region derzeit auf regelmäßige Spieltage: Wird dieses Jahr überhaupt noch gespielt? Dem FC Bruchsal half dagegen das Daumendrücken von Startrainer Felix Magath nichts. Der FC Busenbach hofft auf ein Spiel gegen Ex-Profis.

1. Wird dieses Jahr noch gespielt?

Die Fußballtrainer sind derzeit voll gefordert. Bei klirrender Kälte und hartgefrorenen Böden müssen sie ihre Spieler bei Laune halten. Reduziertes Training ist oftmals angesagt. Die ein odere andere Mannschaft weicht da schon mal in die Jako-Arena nach Stupferich aus oder legt die Beine in der Sauna hoch.

Besonders ärgerlich sind die Spielausfälle am Wochenende, die den Rhythmus der Kicker erheblich stören – und die Tabellen in den Ligen gehörig durcheinanderwirbeln und wenig aussagekräftig machen.

Am vergangenen Wochenende wurde der Spieltag wegen starker Regenfälle komplett in den unteren Klassen abgesagt. Diese Woche brach der Winter ein. Es ist also fraglich, ob dieses Jahr überhaupt noch gespielt werden kann. „Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter entwickelt“, sagt der Fußballkreisvorsitzende Benjamin Pieper. Bis Donnerstag soll es trocken bleiben. „Eine Entscheidung über den Spieltag am Sonntag können wir erst treffen, wenn wir wissen, wie sich das Wetter ab Freitag entwickelt und wie die Sportplätze dann aussehen“, so Pieper.

Aktuell gibt es in diesem Jahr noch einen Nachholtermin, am 14. Dezember, auf den auch schon einige Spiele angesetzt wurden. Die nächsten Nachholtermine sind vor Beginn der Rückrunde, also am 16. und 23. Februar sowie der 2. März. „Auf diese Termine werden wir Spiele ansetzen, ob dann wirklich gespielt werden kann, ist vom Wetter abhängig“, sagt Pieper. Die Rückrunde geht am 9. März offiziell weiter. Gut möglich, dass dann einige Englische Wochen folgen werden, um die Saison am 1. Juni planmäßig beenden zu können. Ein allerletzter Nachholspieltag ist auf den 3./4. Juni (Dienstag/Mittwoch) angesetzt.

Bei den vielen Spielabsagen drängt sich erneut die Frage auf, warum nicht bis in den Juni hinein gespielt wird? „Die Diskussion ist nicht neu“, weiß Pieper. „Allerdings sind wir im Kreis eines der letzten Rädchen im Gefüge.“ Bei der Umsetzung müssten vor allem die Auf- und Abstiegsspiele in den unteren Klassen mit den höheren Ligen konform sein. Gedanken müsste man sich außerdem auch über die Regenerationszeit der Rasenplätze machen, so Pieper.

2. SVB: Spende statt Präsente

Starke Aktion des SV Büchenbronn: Die 1. und 2. Mannschaft des Sportvereins verzichtet bei der diesjährigen Weihnachtsfeier auf ihre Präsente. Stattdessen haben sich die Fußballer entschlossen, die Taifun-Opfer auf den Philippinen mit 875 Euro zu unterstützen. 35 Spieler zahlten jeweils 25 Euro in die Spendenkasse ein. „Eine tolle Idee“, findet auch der erste Vorsitzende Wolfgang Muhr und hofft gemeinsam mit den Mannschaftsführern auf die solidarische Unterstützung anderer Sportvereine aus der Umgebung. Wer ebenfalls solch eine Aktion startet, kann sich mit Foto und Text an die PZ wenden. Mail an: sport@pz-news.de.

Spenden können auch direkt unter folgendem Link im Internet http://www.aktion-deutschland-hilft.de geleistet werden.

3. Mit Felix Magath in der Pizzeria

Ob es an Felix Magath lag, dass der 1. FC Bruchsal am Wochenende mit 1:5 gegen den SV Spielberg unterlag? Waren die Kicker des Oberligisten unter den Augen des Startrainers etwa nervös? „Schade, dass ich dem FC Bruchsal kein Glück gebracht habe, ich habe fest die Daumen gedrückt“, meinte Magath nach einem kampfbetonten und intensiven Spiel. Der Kontakt zum Europameister und mehrfachen deutschen Meister war über den Bruchsaler Trainer Mirko Schneider (ehemals Spieler des 1. FC Pforzheim) zustande gekommen. Der hatte Felix Magath im Sommer angeschrieben und auf der Magath-Plattform für Amateurvereine einen Text über den FC Bruchsal veröffentlicht. Drei Mal war der FC Bruchsal in den vergangenen acht Jahren aufgestiegen, bis in die Oberliga, das weckte auch beim 60-Jährigen Fußball-Idol Interesse. „Felix Magath hatte sich gleich zurückgemeldet und sein Kommen angekündigt“, freute sich Schneider.

Der Grund von Magaths ungewöhnliche Stippvisite: „Leider kommen die Leistungen im Amateurfußball und das Engagement von Spielern und ehrenamtlichen Helfern oft zu kurz in der Berichterstattung. Das hier war keine einmalige Aktion. Ich bin selbst in einem kleinen Verein in Aschaffenburg groß geworden und habe noch Kreisliga gespielt. Das vergisst man nicht. Auf diesem Wege möchte ich nun etwas zurückgeben“, meinte Magath, der auch künftig regelmäßig Amateurvereine besuchen will.

Spielbergs Doppeltorschütze Alexander Zimmermann freute sich dagegen nicht nur über den Sieg. „Es war ein tolles Erlebnis, dass Felix Magath sich ein Spiel in der Oberliga anschaut, so was ist nicht selbstverständlich“, meint er. Der Star-Trainer ließ es sich nicht nehmen, den Abend mit den FCB-Spielern in einer Bruchsaler Pizzeria ausklingen zu lassen. Während des Spiels hatte das Fußball-Idol bereitwillig Autogramme geschrieben, mit den Zuschauern gescherzt und sich unzählige Male fotografieren lassen. Der sonst eher als unnahbar geltende Startrainer, gab sich volksnah und hat an einem besonderen Fußballtag viele Sympathien gesammelt.

4. Die Ex-Profis herausfordern

Der FC Busenbach hat Großes vor und hofft auf die Unterstützung seiner Fans. Die Alten Herren des Fußballclubs bewerben sich um ein Spiel gegen die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach, der sogenannten „Weisweiler Elf“ mit Spielern wie Karlheinz Pflipsen, Oliver Neuville, Michael Sternkopf, Peter Wynhoff und vielen anderen ehemaligen Fußballgrößen. Die Aktion der Postbank erfolgt über ein Votingverfahren. Die zehn Teams mit den meisten Stimmen (Abstimmung noch bis zum morgigen Donnerstag) werden dann einer Jury – bestehend aus Karlheinz Pflipsen, Peter Wynhoff sowie Vertretern der Rheinischen Post und der Postbank – vorgestellt, welche dann die finale Entscheidung treffen.

„Wäre doch gelacht, wenn wir die alten Borussen 2014 nicht nach Waldbronn holen, zumal der Zweck unserer Bewerbung nicht nur die Ausrichtung eines tollen Fußballevents ist, sondern der Erlös aus dem Spiel dem anerkannten Verein Tuberöse Sklerose Deutschland zugute kommen würde“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Den Verein Tuberöse Sklerose Deutschland unterstütze man deshalb, weil der FC Busenbach mit dieser Krankheit auch ein persönliches Schicksal verbinde, so dass für den Club nach der Idee sich bei dieser Aktion zu bewerben, sofort festgestanden habe, wem der Erlös aus der Partie vollumfänglich zugute kommen solle, heißt es weiter.Der FCB braucht jede Stimme. Also rein ins Internet (Link: http://bit.ly/FCB_Weisweiler) und schnell noch abstimmen.

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