nach oben
Die SG Ölbronn-Dürrn mit Kapitän Jeremy Baum (rechts, hier gegen den Grunbacher Manuel Moritz) absolvierte in der Vorbereitung ein ganz besonderes „Höhentrainingslager“. Foto: PZ-Archiv, Becker
Die SG Ölbronn-Dürrn mit Kapitän Jeremy Baum (rechts, hier gegen den Grunbacher Manuel Moritz) absolvierte in der Vorbereitung ein ganz besonderes „Höhentrainingslager“. Foto: PZ-Archiv, Becker
28.02.2017

Winterfußball in der Halle, in den Alpen, auf Sand und auf Kunstrasen

Endlich rollt der Ball wieder. Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging, aber für mich fühlte sich die Winterpause elend lang an. Ich dachte schon, sie nimmt gar kein Ende mehr. Zwölf Wochen sind aber auch eine lange Zeit. Gott sei dank ist es jetzt vorbei. Am Wochenende rollt im Fußballkreis Pforzheim wieder das Leder. Doch was haben die Mannschaften in der Vorbereitung alles so getrieben? Wir haben uns mal umgehört.

Spaß beim Beach-Soccer

Eiskaltes Wetter, gefrorene Plätze – im Winter braucht der Coach Trainingsalternativen. Viele Mannschaften wichen auch diesmal wieder ins Soccer-Center nach Pfinztal aus. Andere wiederum absolvierten unter professioneller Anleitung eine schweißtreibende Aerobic-Einheit in der clubeigenen Sporthalle oder versuchten sich beim Aqua-Jogging im kühlen Nass. Sand unter den Füßen hatten dagegen die Spieler des 1. FC Ispringen II. Sie bolzten Kondition beim Beach-Soccer in Bietigheim. „Hätte nie gedacht, dass das so anstrengend ist. Aber es hat verdammt Spaß gemacht“, zog Co-Trainer Sven Rösner nach dem „etwas anderen Training“ ein Resümee auf Facebook. Wie fit seine Jungs sind und ob man Spitzenreiter TSV Weiler II in der Kreisklasse C3 noch abfangen kann, wird sich gleich am Sonntag im Auftaktduell nach der Winterpause zeigen.

3Gastspieler lädt in Heimat ein

Hoch hinaus ging es für die Spieler der SG Ölbronn-Dürrn. Sie absolvierten vor kurzem noch ein „Höhentrainingslager“ in Kiefersfelden, einer Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Oder wie SG-Trainer Dietmar Dierlamm meint: „Im letzten Dorf in Deutschland. Danach kommt Österreich.“ 6775 Einwohner zählt Kiefersfelden. Dorthin eingeladen wurde die SG von Fabian Fischer, der in der vergangenen Saison noch Gastspieler in Ölbronn-Dürrn war. Das Zweitspielrecht erlaubte es ihm, für seinen Heimatverein Kiefersfelden wie auch für die SG aufzulaufen, zumal er hier in der Region beruflich eingespannt ist.

Das Programm der SGler in Kiefersfelden: Freitags Berglauf auf 2500 Meter, zünftiger Einkehrschwung in urige Hütte, statt runterrodeln (Dierlamm: „War bei den Schneeverhältnissen zu gefährlich“) dann erneuter Fußmarsch – gut für die Oberschenkel – talwärts. Samstags Testspiel gegen Kiefersfelden (8:0-Sieg), sonntags nach dem Hotel-Frühstück dann wieder heim. „War eine super Sache. Der Kurztrip hat den Teamgeist gestärkt“, berichtet ein zufriedener „Didi“ Dierlamm.

Fabian Fischer trainiert weiterhin bei der SG mit, spielen darf er nach dem Kreisliga-Aufstieg aber nicht mehr. Das Zweitspielrecht gilt nur bis zur A-Klasse.

Kickers füllen Kasse auf

Wer einen Kunstrasen hat, kann sich glücklich schätzen. Trainingsausfälle wegen schlechter Platzbedingungen halten sich in Grenzen. Einige Vereine nutzten ihren Kunstrasen in der Vorbereitungszeit auch, um die Vereinsklasse aufzubessern. Sie vermieteten ihren Platz. So erlaubte der SV Kickers Pforzheim unter anderem dem CfR II, FV Göbrichen, 1. FC Ersingen, Germania Singen und dem FV Tiefenbronn bei ihnen zu trainieren beziehungsweise zu spielen. Nach PZ-Informationen verlangten die Kickers 150 Euro pro Einheit (Licht und Dusche, Reinigung inklusive). Andere Clubs stellen dafür schon mal 200 Euro in Rechnung. Bei den Kickers laufen derweil die Planungen für einen Neustart mit einer C-Klassen-Mannschaft.