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Doro Moritz, die baden-württembergische Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), gestikuliert am 04.08.2010 im Landtag in Stuttgart (Baden-Württemberg) bei einer Pressekonferenz.
Doro Moritz, die baden-württembergische Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), gestikuliert am 04.08.2010 im Landtag in Stuttgart (Baden-Württemberg) bei einer Pressekonferenz. © dpa
10.07.2013

1000 angestellte Lehrer im Ausstand

Stuttgart. Rund 5000 Unterrichtsstunden sind am Mittwoch an Südwest-Schulen ausgefallen, weil etwa tausend angestellte Lehrer in den Warnstreik getreten sind. Die Pädagogen fordern einen eigenen Tarifvertrag und damit eine bessere Bezahlung, wie die Gewerkschaft GEW am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.

Die Eingruppierung der rund 10 000 angestellten Lehrkräfte im Land richte sich nicht nach einem Tarifvertrag wie bei anderen Angestellten der Länder, sondern werde «einseitig per Richtlinien von den Finanzministern bestimmt», erklärte GEW-Chefin Doro Moritz.

Für den Nachmittag war in Stuttgart ein Demonstrationszug sowie eine Protestaktion geplant. Moritz kritisierte Finanzminister Nils Schmid (SPD). Er habe mehrfach versprochen, sich für den Tarifvertrag einzusetzen und tue nichts. «Bis zu 800 Euro weniger bekommen angestellte Lehrkräfte bei gleicher Arbeit und gleicher Qualifikation als ihre verbeamteten Kollegen.»