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Grippeimpfung: Bundesrichter verhandeln über Schadenersatz
Grippeimpfung: Bundesrichter verhandeln über Schadenersatz © dpa
21.12.2017

100.000 € Schadenersatz für Grippeimpfung ?

Zehntausende Arbeitnehmer lassen sich jährlich gegen Grippe impfen. Viele davon in ihrem Unternehmen. Doch was passiert, wenn es tatsächlich einmal zu einem Folgeschaden kommt?

Erfurt/Freiburg. Schmerzensgeldforderungen wegen Folgeschäden durch Grippeschutzimpfungen beschäftigen am Donnerstag (12.00 Uhr) die Richter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Die Klage einer Arbeitnehmerin aus Freiburg landete beim höchsten deutschen Arbeitsgericht, weil die Frau von einem Betriebsarzt in ihrer Mittagspause geimpft wurde. Es geht um die Frage, ob Unternehmen in solchen Fällen bei möglichen Impfschäden haften und Schadenersatz zahlen müssen.

Die Klägerin war Verwaltungsangestellte im Freiburger Universitäts-Herzzentrum. Sie macht die Grippeschutzimpfung für Bewegungseinschränkungen ihrer Halswirbelsäule verantwortlich. Von ihrem ehemaligen Arbeitgeber fordert sie Schmerzensgeld von weit über
100 000 Euro. Die Vorinstanzen in Baden-Württemberg haben die Klage abgewiesen, jedoch Revision beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt zugelassen.