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Kilometerlanger Stau und keine korrekte Rettungsgasse: Ähnlich hat es am Montagmorgen auf der A5 bei Karlsruhe ausgesehen. 

12 Kilometer Stau nach Crash auf A5: Über 100 Auto- und Lkw-Fahrer bilden keine Rettungsgasse - 26.000 Euro Bußgeld

Karlsruhe. Ein heftiger Unfall hat am Montagmorgen den Verkehr auf der A5 beim Autobahndreieck Karlsruhe lahmgelegt: Ein Lkw-Fahrer wurde verletzt, an zwei Fahrzeugen enstand ein großer Schaden. Besonders traurig für die Rettungskräfte: Mehr als 100 Verkehrsteilnehmer bildeten der Polizei zufolge keine Rettungsgasse.

Unbekannter Unfallverursacher

Wie aus einer Polizeimitteilung hervorgeht, verursachte ein bislang unbekannter Autofahrer den Unfall. Der 72-jährige Fahrer eines Daimler Sattelzugs war demnach gegen 5.55 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen der A5 zwischen dem Autobahndreieck Karlsruhe und der Autobahnanschlussstelle Karlsruhe-Mitte unterwegs.

Kurz vor der Anschlussstelle Karlsruhe-Mitte sei der unbekannte Autofahrer zunächst links an dem Sattelzug vorbeigefahren und plötzlich vor dem Sattelzug auf den rechten Fahrstreifen gewechselt, um dann im Anschluss über die durchgezogene Linie nach rechts in die Ausfahrt zu fahren. Um einen Zusammenstoß mit dem Fahrzeug zu verhindern, musste der 72-Jährige stark abbremsen. Der nachfolgende 60-jährige Sattelzugfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf den Lkw des 72-Jährigen auf. Hierbei wurde der 60-Jährige leicht verletzt und von hinzugeeilten Rettungskräften zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der an den Sattelzügen entstandene Sachschaden beziffert sich laut Polizei auf etwa 34.000 Euro.

Kilometerlanger Stau und keine Rettungsgasse

Die Sperrmaßnahmen dauerten bis gegen 9.45 Uhr an. In der Zeit zwischen 8.38 Uhr und 9.27 Uhr wurde der entstandene Staubereich von der Polizei hinsichtlich der Bildung der erforderlichen Rettungsgasse mittels eines zivilen Videofahrzeugs überwacht. Auf einer Strecke von etwa zwölf Kilometern wurde von insgesamt 68 Auto- und 43 Lkw-Fahrern keine vorschriftsmäßige Rettungsgasse gebildet. Drei Lkw-Fahrer verstießen gegen das bestehende Überholverbot und ein Autofahrer benutzte sein Mobiltelefon. Das zu erwartende Bußgeld beziffert sich somit auf etwa 26.000 Euro.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Wer Hinweise zu dem unbekannten Unfallverursacher geben kann sowie der Fahrer eines weißen Kleintransporters, der nach dem Unfall mit einem der Lkw-Fahrer gesprochen hat, wird gebeten, sich beim Autobahnpolizeirevier Karlsruhe unter der Telefonnummer (0721) 944840 zu melden.