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Ein Kater steht in einem Tierheim in Botnang. Nach einer 120 Kilometer langen Reise unter der Motohaube eines Autos wurde das Tier zunächst in einem Tierheim aufgenommen.
Ein Kater steht in einem Tierheim in Botnang. Nach einer 120 Kilometer langen Reise unter der Motohaube eines Autos wurde das Tier zunächst in einem Tierheim aufgenommen. © Foto: Marion Sinn/Tierheim Botnang/dpa
02.03.2018

120-Kilometer-Reise: Kater überlebt unter der Motorhaube

Stuttgart. Ein Kater hat eine 120 Kilometer lange Reise vom bayerischen Illertissen nach Stuttgart versteckt unter der Motorhaube eines Autos überstanden.

Mitgefahren war das Tier am Sonntag im Motorraum einer Stuttgarterin, die von dem blinden Passagier nichts ahnte. Unterwegs roch es aber seltsam, wie die Frau später berichtete. Als sie zu Hause die Motorhaube öffnete, entdeckte sie den verstörten roten Kater. Der Geruch kam vom Urin der Katze. "Der Kater hat auf den Motor gepinkelt und weil der sehr warm ist, roch es eben stark", erklärte die Autofahrerin.

Die Polizei half der jungen Frau am Sonntag, den Kater unterzubringen. Das Tier kam zuerst in eine Klinik und ist nun in einem Stuttgarter Tierheim. Dem Kater geht es nach Auskunft der Tierheim-Leiterin gut. Ob sich der Besitzer meldet, ist fraglich. Das Tier war weder gechippt noch tätowiert und auch nicht kastriert. "Ich habe den Kater schon im Tierheim besuchen wollen, doch er ist in Quarantäne", sagte die Autofahrerin. "Wenn sich kein Besitzer meldet, dann überlege ich, den Kater zu adoptieren."

Die Frau hatte den Wagen in Illertissen stehen lassen, als sie mit Bekannten für einen Skiausflug verreiste, heißt es in Medienberichten. Der Stubentiger wollte sich wohl im Motorraum vor der Kälte schützen oder hatte einer Beute nachgejagt und nicht mehr aus dem Motorraum herausgefunden. Der Kater hatte enormes Glück – die Fahrt hätte für ihn auch tödlich enden können.