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messer © Symbolbild PZ-Archiv
11.03.2015

13-jähriger Flüchtlingsjunge außer Lebensgefahr - Von 12-Jährigem niedergestochen

Freiburg. Nach einer blutigen Auseinandersetzung zwischen 12 und 13 Jahre alten Kindern in Freiburg forscht die Polizei nach den Hintergründen. Das Motiv und der Auslöser der Tat seien weiter unklar, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Das Opfer habe von den Ermittlern noch nicht vernommen werden können. Es liege im Krankenhaus, sei jedoch auf dem Weg der Besserung.

Der 13 Jahre alte Junge war am vergangenen Freitag gegen 20 Uhr in Freiburg von einem 12-Jährigen mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Der mutmaßliche Täter, der von einem 18-Jährigen begleitet wurde, flüchtete, kam kurz zum Tatort zurück und flüchtete dann erneut vor der Polizei. Die Beamten konnten ihn aber identifizieren. Beim Opfer handelt es sich laut den Ermittlern um einen syrischen Flüchtlingsjungen, der im Herbst 2014 nach Deutschland gekommen ist.

Zu weiteren Einzelheiten wollte sich die Polizei aus Gründen des Jugendschutzes nicht äußern. Ob sich Täter und Opfern kannten, ist unklar. Die Polizei geht von einer Zufallsbegegnung auf der Straße aus, die eskalierte. Der 13-Jährige wurde von dem Messer an der Hand und im Bauch getroffen, er musste notoperiert werden.

Weil der mutmaßliche Täter noch nicht strafmündig ist, informierten die Ermittler das zuständige Jugendamt und das Familiengericht. Sie entscheiden nun über Sanktionen. Strafrechtlich können Jugendliche erst vom 14. Lebensjahr an belangt werden.