jugendlicher intensivtäter
Er hat nicht nur geprügelt (Symbolbild), geklaut, ein 14-jährige Intensivtäter aus Kirchheim am Neckar hat auch einen Mann unter Androhung von Gewalt erpresst und mehrere Einbrüche auf seinem Konto. Jetzt hat ihn ein Richter in Untersuchungshaft gesteckt. 

14-jähriger Intensivtäter in Untersuchungshaft

Kirchheim am Neckar. Kinder neigen hin und wieder zu dummen Ideen. Und Jugendsünden gehören zum Erwachsenwerden einfach dazu. Aber wenn ein Kind bereits vor der Vollendung seines 14. Lebensjahres in nicht weniger als 52 Fällen - darunter Raub-, Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte - polizeilich in Erscheinung getreten ist, dann ist das nicht mehr normal. Jetzt hat ein Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn die Notbremse gezogen, und einen 14-jährigen Intensivtäter aus Kirchheim am Neckar in Untersuchungshaft gesteckt. Er hatte zuletzt einen einen 52-jährigen Mann unter Androhung von Gewalt gegen ihn und seinen Sohn erpresst.

Jene seit Mitte 2008 verübten 52 kriminellen Handlungen sind Geschichte. Nach dem Erreichen des 14. Lebensjahres hat für den Jugendlichen wie auch für Polizei und Staatsanwalt eine neue Zeitrechnung begonnen. Ermittler der Kriminalpolizei Bietigheim-Bissingen und des Polizeipostens Kirchheim am Neckar werfen dem Jugendlichen jetzt vor, zwölf weitere, seit Mitte Mai dieses Jahres vornehmlich in Kirchheim verübte Straftaten vor.

Bei Diebstählen- und Einbrüchen, darunter in die Räume des Skiclubs Kirchheim, eine Pizzeria, eine Schule, einen Kindergarten und ein Jugendhaus in Walheim hatte es der junge Intensivtäter zumeist auf Bargeld zur Finanzierung seiner Freizeitgestaltung abgesehen. Auch eine im Zusammenwirken mit einem Komplizen versuchte räuberische Erpressung geht den Ermittungen zufolge auf das Konto des 14-Jährigen. Am 30. Oktober hatten sie in mehreren Telefonaten versucht, von einem 52-Jährigen Kirchheimer unter Androhung von Gewalt gegen ihn und seinen Sohn Bargeld zu erpressen.

Der 14-Jährige wird seit Juli 2009 als jugendlicher Intensivtäter geführt. Mehrere in diesem Zusammenhang initiierte Hilfsangebote hatten bei ihm seither nicht zu einer Verhaltensänderung geführt, sodass die Anordnung der Untersuchungshaft nunmehr unumgänglich war. Jetzt muss er Bekanntschaft mit einer Justivollzugsanstalt machen. pol