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Ein toter Fisch schwimmt in Berlin auf dem Landwehrkanal. Auch in Markgröningen kam es zu einem Fischsterben. Nach den starken Regenfällen am Sonntag wurden viele Mikrobakterien die Glems gespült. Dadurch wurde vermutlich der Sauerstoffgehalt vermindert, die Fische konnten nicht mehr atmen.
Ein toter Fisch schwimmt in Berlin auf dem Landwehrkanal. Auch in Markgröningen kam es zu einem Fischsterben. Nach den starken Regenfällen am Sonntag wurden viele Mikrobakterien die Glems gespült. Dadurch wurde vermutlich der Sauerstoffgehalt vermindert, die Fische konnten nicht mehr atmen. © Symbolbild: dpa
10.08.2015

150 tote Fische wegen Klärwerk-Defekt

Markgröningen. Mehrere tote Fische hat ein Anwohner aus Markgröningen in der Glems und einem Seitenkanal entdeckt. Die Polizei zählte am Ende insgesamt 150 leblose Tiere. Zuerst vermuteten Experten Sauerstoffmangel, Ursache war aber wohl eine Störung in einer nahe gelegenen Kläranlage.

Die weiteren Untersuchungen durch Beamte des Arbeitsbereichs Gewebe und Umwelt und Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde beim Landratsamt Ludwigsburg haben bestätigt, dass ein Störfall im Gruppenklärwerk Talhausen für das Fischsterben in der Glems verantwortlich ist. Diese Störung hat dazu geführt, dass Teile der Kläranlage überflutet wurden und Schlamm aus dem Nachklärbecken in die Glems gelangte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss damit gerechnet werden, dass der Fischbestand vom Gruppenklärwerk bis zur Enz verendet ist. Betroffen sind hier vorwiegend Forellen und Rotfedern. In der Enz dagegen war offensichtlich genügend Wasser vorhanden, um für eine ausreichende Verdünnung zu sorgen. Bis zur Rommelmühle wurden keine verendeten Fische gefunden. Überlauf aus der Kläranlage hat sich im Mühlkanal angesammelt. Der Kanal wurde abgeriegelt und aufgestaut, um das Wasser einer erneuten Klärung zuzuführen.