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Musste ein 15-jähriges Mädchen (Symbolbild) in Steinheim an der Murr sterben, weil der Lebensgefährte das Kind zuerst vergewaltigt und dann getötet hat?
Musste ein 15-jähriges Mädchen (Symbolbild) in Steinheim an der Murr sterben, weil der Lebensgefährte das Kind zuerst vergewaltigt und dann getötet hat? © Symbolbild: dpa
17.12.2012

15-Jährige erst vergewaltigt und dann erwürgt?

Steinheim. Im Fall des gewaltsamen Todes eines 15-jährigen Mädchens in Steinheim an der Murr hat der 33-jährige Tatverdächtige nunmehr in seiner polizeilichen Vernehmung eingeräumt, die Tochter seiner Lebensgefährtin in der Nacht zum Sonntag erwürgt zu haben.

Diese Schilderung des Tathergangs wird vom vorläufigen Ergebnis der am heutigen Vormittag durchgeführten Obduktion unterstrichen, bei der stumpfe Gewalteinwirkung auf den Hals als todesursächlich festgestellt wurde.

Nach wie vor ungeklärt ist dagegen die Motivationslage des Tatverdächtigen, zu der er bislang keine Angaben gemacht hat. Auch ob es einen sexuellen Tathergang gab, ist noch nicht klar. Er wurde heute Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn dem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, der Haftbefehl wegen Totschlags erlassen und den 33-Jährigen in ein Justizvollzugskrankenhaus eingewiesen hat. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Ludwigsburg dauern an.

Dieser war angetrunken und mit einer stark blutenden Wunde am linken Arm bei einem Nachbarn aufgetaucht, der den Mann daraufhin in ein Krankenhaus brachte und zusätzlich die Polizei verständigte. Nach einer ersten routinemäßigen Untersuchung der von dem 33-Jährigen und der Tochter seiner Lebensgefährtin bewohnten Wohnung, fanden die Beamten das tote Mädchen.

Der 33-Jährige, der sich die Schnittverletzung nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich selbst zugefügt hatte, wurde noch im Krankenhaus festgenommen.

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