nach oben
Ein 52-Jähriger aus Karlsruhe soll am vergangenen Montag eine 16 Jahre alte Schülerin unter Drohung mit einem Messer zu sexuellen Handlungen genötigt haben.
16-Jährige mit Messer zu sexuellen Handlungen genötigt © Symbolbild: dpa
07.02.2014

16-Jährige mit Messer zu sexuellen Handlungen genötigt

Karlsruhe. Ein 52-Jähriger aus Karlsruhe soll am vergangenen Montag eine 16 Jahre alte Schülerin unter Drohung mit einem Messer zu sexuellen Handlungen genötigt haben.

Nachdem der Mann unmittelbar nach der Tat mit seinem Auto flüchtete, wurde er nach einer Verfolgungsjagd und zwei von ihm verursachten Verkehrsunfällen am Dienstagmorgen in der Nähe von Titisee-Neustadt vorläufig festgenommen.

Erste Ermittlungen haben ergeben, dass der 52-Jährige das Opfer bereits flüchtig kannte. Vor einiger Zeit hatte er sie in einem zwischen den Karlsruher Bergdörfern und dem Stadtteil Durlach fahrenden Linienbus angesprochen und sie gebeten, seiner 13 Jahren alten Tochter Nachhilfestunden zu geben.

Am Montag passte er das 16-jährige Mädchen ab und brachte sie unter einem Vorwand dazu, in sein Auto zu steigen. Der Mann steuerte einen Parkplatz an der Tiefentalstraße an. Er zog plötzlich ein Messer, versetzte das Mädchen in Todesangst und zwang sie zu sexuellen Handlungen. Als er nach der Tat schließlich in Richtung Durlach fuhr, konnte das Opfer einen kurzen Stopp nutzen um aus dem Wagen zu flüchten. Dabei musste sie einige persönliche Gegenstände zurück lassen.

Nach umgehender Anzeigenerstattung und einer Fahndung nach dem Geflüchteten, wurde die Polizei am frühen Montagmorgen auf der Bundesstraße 31 im Hochschwarzwald fündig. Als der Beschuldigte den Streifenwagen erblickte, trat er allerdings sofort aufs Gaspedal und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit davon. Die letztlich vier an der Verfolgungsfahrt beteiligten Streifenwagen ließen sich aber nicht abschütteln. In der Nähe von Geisingen prallte der Mann gegen ein vor ihm abbiegendes Auto. Wohl infolge der Unfallschäden an seinem Wagen kam er nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Zunächst fuhr er weiter, hielt aber schließlich nach mehreren hundert Metern an und ließ sich widerstandslos festnehmen. Im Fahrzeug entdeckten die Beamten den Rucksack und die Jacke des Mädchens.

In seinen Vernehmungen machte der 52-Jährige bislang keinerlei Angaben zu den ihm gegenüber erhobenen Vorwürfen. Inzwischen hat der zuständige Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen den bereits vor Jahren wegen Taten

gegen das Sexualstrafrecht verurteilten Mann Haftbefehl erlassen und er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.