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© Symbolbild: dpa
27.09.2017

17-Jähriger experimentiert mit Chemikalien und löst Großeinsatz aus

Bietigheim. Sprengstoffexperimente eines 17 Jahre alten Jugendlichen haben am Mittwoch in Bietigheim einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Zwar waren die Gemische in der Scheune nicht explodiert. Fachleute des Landeskriminalamtes stuften die Chemikalien aber als so gefährlich ein, dass fünf umliegende Wohnhäuser kurzzeitig geräumt werden mussten.

Kurz vor 12 Uhr begann die Räumung, die nötig war, um die Mischungen zu sprengen und damit unschädlich zu machen. Um 15.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

Auf die Schliche des 17-Jährigen kamen die Beamten des Kriminalkommissariates Rastatt durch Ermittlungen der Polizei Niedersachsen. Diese hatten bei einem Ermittlungsverfahren gegen zwei Personen nach Sprengstoffexperimenten Hinweise auf den jJugendlichen erlangt. Nach ersten Ermittlungen, so die Polizei, deute vieles darauf hin, dass sich der junge Mann über die Grenzen des Erlaubten hinaus mit der Herstellung möglicher Sprengstoffe befasst hat. Ein terroristischer Hintergrund sei nach derzeitigem Stand der Ermittlungen auszuschließen. Der junge Mann konnte die Diensträume nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Ihn erwartet eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.