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© Symbolbild: dpa
08.05.2013

17-Jähriger schlägt Zugbegleiterin und spuckt ihr ins Gesicht

Karlsruhe. Ein 17-jähriger Jugendlicher hat am Dienstagabend um 21.30 Uhr in Karlsruhe im ICE eine Zugbegleiterin beleidigt, ihr mit der Faust auf den Hinterkopf geschlagen und ins Gesicht gespuckt. Anschließend beleidigte und verletzte er zwei Polizeibeamte der Bundespolizei und leistete Widerstand gegen seine Festnahme.

Der 17-Jährige aus dem Südbadischen benutzte in der ersten Klasse den ICE 377 von Basel in Richtung Karlsruhe. Bei der Kontrolle kurz vor Karlsruhe konnte er keinen Fahrschein vorweisen. Nach dem Hinweis, dass er den Zug verlassen müsse, beleidigte er die Zugbegleiterin und drohte ihr Schläge an. Beim Ausstieg in Karlsruhe, schlug er ihr mit der Faust auf den Hinterkopf, so dass sie stürzte und sich am Arm verletzte. Anschließend spuckte er der am Boden liegenden Bahnmitarbeiterin noch ins Gesicht und flüchtete.

Der Flüchtende wurde kurz danach von einer Streife der Bundespolizei festgenommen. Nach Abschluss der notwendigen polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen.

Kurze Zeit später wurde er auf Bahnsteig 1 des Karlsruher Hauptbahnhofes erneut angetroffen. Gegenüber den Beamten äußerte er mehrfach, dass er ohne Fahrkarte mit dem ICE nach Freiburg fahren wollte. Bei einer Kontrolle im Zug wolle er dann den Kontrolleuren "aufs Maul hauen".

Zur Verhinderung von weiteren Straftaten erteilten die kontrollierenden Polizeibeamten einen Platzverweis. Diesem kam er, trotz mehrfacher Androhung von Zwangsmitteln, nicht nach. Bei der Durchsetzung des Platzverweises schlug und trat er nach den Polizeibeamten und beleidigte diese. Die Beamten wurden leicht verletzt, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.

Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme bei dem 17-Jährigen an. Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe hat die weiteren Ermittlungen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, mehrfachen Körperverletzungen, Beleidigungen und Erschleichen von Leistungen aufgenommen.

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