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Weil ein 17-Jähriger zu schnell in Böblingen unterwegs war, musste ein auf der Rückbank sitzender, wohl nicht angeschnallter und im Auto eingeklemmter 18-Jähriger mit speziellem Rettungsgerät von der Feuerwehr befreit werden.
Weil ein 17-Jähriger zu schnell in Böblingen unterwegs war, musste ein auf der Rückbank sitzender, wohl nicht angeschnallter und im Auto eingeklemmter 18-Jähriger mit speziellem Rettungsgerät von der Feuerwehr befreit werden. © Symbolbild: dpa
11.01.2018

17-jähriger Raser verursacht Unfall - Eingeklemmter 18-Jähriger in Lebensgefahr

Böblingen. Erst nach mehrfacher, eindringlicher Aufforderung durch Polizeibeamte entfernten sich am Mittwochabend in Böblingen Gaffer von einer Unfallstelle. Einige Schaulustige, die die Arbeit der Rettungskräfte behinderten, blieben auf dem angrenzenden Gehweg stehen und verfolgten von dort aus Unfallaufnahme und Versorgung der sechs Verletzten, darunter ein eingeklemmter, in Lebensgefahr schwebender 18-Jähriger.

Laut ersten Ermittlungen fuhr eine 22-Jährige aus Sindelfingen mit ihrem Daimler auf der Karlstraße in Richtung Wilhelmstraße, als um 20.05 Uhr aus der Wilhelmstraße ein 17-jähriger Raser, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, in die Kreuzung einfuhr und dabei die Vorfahrtsregelung missachtete. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem ein auf der Rückbank sitzender und vermutlich nicht angeschnallter 18 Jähriger eingeklemmt wurde. Die Feuerwehr musste den in Lebensgefahr schwebenden jungen Mann aus dem Auto befreien.

Der 17-jährige Fahrer sowie zwei weitere, 17 und 18 Jahre alte Insassen zogen sich beim Unfall leichte Verletzungen zu. Im Daimler zogen sich die 22-jährige Fahrerin und ihr 21-jähriger Beifahrer ebenfalls Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Im Verlauf der Unfallaufnahme griff der 17-Jährige Crashfahrer einen Polizeibeamten an und verletzte diesen hierbei leicht an der Hand. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Unfallverursacher nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis ist. Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 30 Mann, der Rettungsdienst mit vier Fahrzeugen und zwei Notärzten vor Ort. Zur Ermittlung des genauen Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen.