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28.05.2013

18-Jähriger kommt aus U-Haft und legt sich gleich wieder mit Polizisten an

Am Montagabend gegen 22.30 Uhr erreichten mehrere Anrufe das Polizeirevier Freiburg-Süd aus dem Stadtteil Rieselfeld. Der Grund der Mitteilungen: Ungefähr zehn lärmende und Alkohol trinkende Jugendliche würden auf dem Geschwister-Scholl-Platz herumgröhlen. Ein 18-Jähriger aus dieser Gruppe sollte die Polizei für längere Zeit beschäftigen.

Wegen Ruhestörung entsandte das Polizeirevier Freiburg-Süd eine Streife in das Rieselfeld. Kaum waren die Beamten eingetroffen, wurden sie aufs Übelste bedroht und beleidigt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen entfernten sich in unterschiedliche Richtungen. Auf einen jungen Mann, der sich besonders durch verbale Entgleisungen hervorgetan hatte, ging die Polizeistreife zu. Er beleidigte die eingesetzten Streife mit üblen sexistischen Begriffen. Dabei hatte er es wohl darauf abgesehen, die eingesetzte Polizeibeamtin verbal zu kränken. Als die Beamten den Mann kontrollieren wollten, zog er einen Teleskopschlagstock und drohte mehrfach.

Der Aufforderung, den Schlagstock abzulegen, folgte er nicht. Als er damit gar eine Aufwärtsbewegung nach hinten machte, wurde Pfefferspray eingesetzt. Der Heranwachsende konnte nur mit großer Mühe fixiert und festgenommen werden. Mit Unterstützungskräften des Polizeireviers Freiburg-Süd war es letztendlich gelungen, den Mann auf die Polizeidienststelle zu bringen.

Zuvor hatte ein anderer versucht, die Festnahme mit einem Wurf eines Stuhls von einer Freisitzfläche zu unterbinden. Der Stuhl verfehlte sein Ziel nur knapp. Der Werfer konnte noch nicht identifiziert werden.

Unterdessen wurde der 18-Jährige auf die Dienststelle gebracht. Weiterhin beleidigte er dabei eingesetzte Polizeibeamte aufs Übelste. Allen notwendigen Maßnahmen widersetzte er sich mit körperlicher Gewalt. Ein Bereitschaftsstaatsanwalt ordnete eine Blutentnahme an. Diese wird sowohl auf Alkohol und Drogen untersucht werden.

Da Angehörige des Heranwachsenden nicht ausfindig gemacht werden konnten, blieb der Festgenommene im Beseitigungsgewahrsam. Ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte schließt sich an. Der 18-Jährige wurde erst vor wenigen Tagen aus einer Justizvollzugsanstalt entlassen. Dort saß er wegen gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft. In den letzten Jahren war er mehrfach wegen Gewaltdelikte in Erscheinung getreten.