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30.11.2012

21-Jähriger betrügt pflegebedürftigen Mann um 53.000 Euro

Karlsruhe.Weitgehend abgeschlossen sind die Ermittlungen des Polizeireviers West gegen einen 21-jährigen Mann, der einen dementen 85-jährigen Geschädigten um mehr als 53.000 Euro betrogen hat.

Auf die Spur des Täters kamen die Ermittler nach einem Hinweis des gerichtlich bestellten Betreuers des stark pflegebedürftigen Mannes. Dieser hatte bei der Durchsicht der Vermögensverhältnisse mehrfach unerklärliche Abbuchungen vom Konto des Geschädigten festgestellt. Teilweise wurden, auch mehrfach am Tag, Beträge bis zu 2.000 Euro abgebucht. War das Girokonto ohne Mittel, wurden über Sparbücher des Geschädigten online entsprechende Umbuchungen getätigt.

Im Laufe der weiteren Ermittlungen geriet der 21-jährige Inhaber eines Karlsruher Sicherheitsunternehmens in das Visier der Polizei. So konnten die Beamten feststellen, dass der junge Mann unter Ausnutzung des schlechten gesundheitlichen Zustandes des Opfers Vollmachten erschlich und so einen Online-Banking-Zugang einrichtete. Von dort aus überwies er die Gelder über einen Zeitraum von einem Monat in 28 Fällen auf sein Firmenkonto. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung der Privat- und Geschäftsräume des Tatverdächtigen wurde der gesamte hierzu notwendige Schriftverkehr mit den entsprechenden PIN und TAN aufgefunden. Die von Anfang an in die Ermittlungen eingebundene Finanzermittlungsgruppe konnte trotz aller Bemühungen keine Gelder mehr sicherstellen. Diese hatte der Tatverdächtige offenbar bereits ausgegeben, u.a. für eine Erholungsreise mit einem Freund nach Bali und um alte Schulden zu tilgen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Computerbetrugs in mehreren Fällen.