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© Symbolbild: dpa
09.01.2019

21-Jähriger klingelt im Polizeirevier, weil er dort Marihuana rauchen will

Karlsruhe. Mit einem ungewöhnlichen Anliegen klingelte am Dienstagabend gegen 22 Uhr ein 21-Jähriger beim Polizeirevier Marktplatz. Trotz mehrmaliger Aufforderung, das Polizeirevier zu verlassen, beharrte dieser darauf, bei der Polizei Marihuana konsumieren zu wollen. Die Beamten hatten allerdings etwas dagegen, dass in der Nichtraucherzone ein Joint dampfen sollte.

Dabei fing alles ganz harmlos an. Der junge Mann klingelte beim Polizeirevier und teilte mit, rauchen zu wollen. Die Beamten hatten ihm über die Sprechanlage erklärt, dass es hier nichts zum Rauchen gebe. Ob er das Revier vielleicht mit einer Shisha-Bar verwechselt hatte? Jedenfalls blieb der junge Mann hartnäckig, klingelte nochmals und wiederholte sein Anliegen ein weiteres Mal. Die offenbar mit seltsamen Wünschen ihrer Klientel vertrauten Polizisten, blieben ruhig. Erst als der 21-Jährige konkreter wurde, griffen sie ein.

Als der anhängliche Mann nämlich erklärt hatte, er wolle Marihuana rauchen, wurde er eingelassen - obwohl solche Rauchwaren sicherlich nicht gerade im Revier vorrätig waren und diese wohl auch nicht für den freien Gebrauch in den Räumen der Polizei bestimmt gewesen wären. Da er den Beamten gegenüber den Eindruck erweckte, gegebenenfalls aufgrund Drogenkonsums nicht mehr ganz Herr seiner Sinne zu sein, sollte er nach vorheriger Ankündigung nach Betäubungsmitteln durchsucht werden.

Damit schien der 21-Jährige jedoch nicht einverstanden zu sein. Um die Durchsuchung zu verhindern, nahm der Tatverdächtige eine Boxerhaltung ein. Letztlich bedurfte es des Einsatzes dreier Polizisten, um den offenbar verwirrten jungen Mann unter Kontrolle zu bekommen. Bei dem Einsatz wurden der Tatverdächtige und zwei Polizeibeamte leicht verletzt.

Der wegen Handels mit Betäubungsmitteln vorbestrafte Mann sieht sich unter anderem nun mit einer Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte konfrontiert.