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23-jähriger Schütze trifft Jungen mit Diabolo am Hals.
23-jähriger Schütze trifft Jungen mit Diabolo am Hals © dpa
11.07.2014

23-jähriger Schütze schießt auf Schülergruppe und trifft Jungen

Bruchsal. Großes Glück hatte am Donnerstagmittag ein 13 Jahre alter Schüler, der auf einem Bruchsaler Schulhof vom Projektil eines Luftgewehrs getroffen wurde. Der Junge stand um 12.45 Uhr in einer Schülergruppe auf dem Hof in der Bruchsaler Südstadt gelegenen Schule, als ihn das Diabolo eines Luftdruckgewehres am Hals traf.

Durch den dicken Kragen seines Sweatshirt-Pullovers drang das Geschoss zwar nicht durch, es hinterließ aber dennoch ein sichtbares Hämatom. Die hinzugerufenen Beamten des Polizeireviers Bruchsal wurden durch die Schüler auf ein etwa 40 Meter entferntes offenstehendes Fenster aufmerksam gemacht, aus dessen Richtung offensichtlich geschossen wurde. Im fraglichen Haus wurde ein 26-Jähriger angetroffen, der einräumte, ein Luftdruckgewehr zu besitzen, dieses aber nicht selbst benutzt haben wollte.

Der Sachverhalt konnte anschließend schnell geklärt werden, so dass keine weitere Gefahr mehr für die besorgten Schüler gegeben war. Wie sich herausstellte, hatte der nicht mehr anwesende Cousin des Wohnungsinhabers zuvor aus dem Fenster heraus auf die Schülergruppe geschossen. Das Luftdruckgewehr nebst kompletter Munition wurde beschlagnahmt. Der 23 Jahre alte Schütze konnte am Nachmittag an seiner Bruchsaler Arbeitsstelle vorläufig festgenommen werden. Er räumte die Tat umfänglich ein. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Karlsruhe kam der junge Mann wegen fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß. Allerdings wird er sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten und zudem auch auf zivilrechtliche Forderungen einstellen müssen.