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Die mutmaßlichen Täter plus der Hinweisgeber auf den Goldtransport-Überfall auf der A81 bei Ludwigsburg scheinen gefasst zu sein. Von der Beute fehlt allerdings noch jede Spur.
Die mutmaßlichen Täter plus der Hinweisgeber auf den Goldtransport-Überfall auf der A81 bei Ludwigsburg scheinen gefasst zu sein. Von der Beute fehlt allerdings noch jede Spur. © dpa
18.03.2011

28-jähriger Iraker soll sechster Goldräuber sein

LUDWIGSBURG. Während derzeit vor der 19. Großen Strafkammer beim Landgericht Stuttgart gegen fünf Angeklagte aus Nordrhein-Westfalen wegen des am 15. Dezember 2009 in Ludwigsburg verübten Raubüberfalls auf einen nach Pforzheim fahrenden Schmucktransporter verhandelt wird, hat die Kriminalpolizei Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen in Bonn und Köln einen weiteren Tatverdächtigen ermittelt. Der 28-jährige Iraker wurde am Donnerstag in Bonn festgenommen und am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der ihn in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen hat.

Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass es sich bei dem 28-Jährigen um den bislang unbekannten sechsten Mann handelt, der an der direkten Tatausführung in Ludwigsburg beteiligt war. Er hatte Kontakte zu den Angeklagten unterhalten und war aufgrund dieses Umstandes im Verlauf der Ermittlungen bereits überprüft worden. Es hatten sich jedoch zunächst keinerlei Hinweise auf eine mögliche Tatbeteiligung ergeben.

Auf die Spur des Tatverdächtigen waren die Ermittler bei nochmaligen, intensiven Überprüfungen hinsichtlich des als Tatfahrzeug verwendeten, dunklen BMW gekommen, bei dem es sich ihren Erkenntnissen zufolge um ein Mietfahrzeug gehandelt hatte. Wie die Ermittlungen jetzt ergaben, hatte der 28-Jährige am 13. und 14. Dezember in Köln und Bonn verschiedene BMW-Fahrzeuge angemietet. Eines dieser Autos soll zur Tatvorbereitung und ein weiteres zur eigentlichen Tatausführung verwendet worden sein. pol