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29.01.2013

2-Jähriger stürzt acht Meter tief und steht von allein wieder auf

Trossingen. Ein 2-jähriges Kleinkind ist aus einem Fenster acht Meter tief auf die Motorhaube eines geparkten Autos gefallen und anschließend aus eigener Kraft wieder aufgestanden.

Einem sehr aufmerksamen Schutzengel war es am Dienstagmittag wohl zu verdanken, dass der Sturz eines zwei Jahre alten Jungen aus dem dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses nicht mit schlimmsten Folgen endete.

Das Kleinkind hatte sich an dem Mittag mit weiteren, etwa gleichaltrigen Kindern in einem Spielzimmer der Vierzimmerwohnung aufgehalten, was dann zu einer Verkettung unglücklicher Umstände führte.

Die Eltern der betroffenen Familie befanden sich zu diesem Zeitpunkt direkt nebenan. Unbemerkt hatte der kleine Abenteurer einen Stuhl in dem Zimmer in Richtung des Fensters geschoben. Auf diesen Stuhl geklettert, gelangte er im Weiteren auf den Heizkörper unterhalb des Fensters und stieg dann auf das darüber befindliche Fensterbrett – immerhin eine Höhe von etwa einem Meter. Obwohl das Fenster verschlossen und der Rollladen teils heruntergelassen war, gelang es dem Knirps, einen Spalt weit zu öffnen. Beim Herausschauen stürzte er dann aus dem Fenster im Dritten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses – einer Höhe von etwa acht Metern.

Zu seinem großen Glück stand unterhalb des Fensters (auf der Rückseite des Hauses) ein Auto, auf dessen Motorhaube er aufschlug und die durch entsprechende Eindellungen ein Teil der Sturzenergie absorbieren konnte. Anschließend stand das Kleinkind eigenständig wieder auf.

Als die Eltern noch fast im selben Moment nach ihren Kindern sahen, bemerkten schnell die Situation und eilten dem Zweijährigen sofort zur Hilfe. Trotz allen Glücks im Unglück: Der Zweijährige musste vor Ort vom hinzugerufenen Notarzt und Rettungsdienst versorgt werden. Mit schweren Verletzungen wurde er in ein Kinderklinikum eingeliefert. Gemäß den derzeit vorliegenden polizeilichen Erkenntnissen besteht keine akute Lebensgefahr.

Eine vorsätzliches oder fahrlässiges Fremdverschulden dritter Personen oder gar eine Verletzung der Aufsichtspflicht von Seiten der Eltern kann nach dem derzeitigen Ermittlungsstand weitestgehend ausgeschlossen werden.