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Ein beschädigtes Päckchen mit Nagellackzubehör löste am Mittwochmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr aus.
40 Rettungskräfte für ein Päckchen Nagellack © Symbolbild: dpa
19.02.2014

40 Rettungskräfte sorgen sich um ein Päckchen Nagellack

Göppingen. Ein beschädigtes Päckchen mit Nagellackzubehör löste am Mittwochmorgen kurz nach 10 Uhr im Hauptpostamt Göppingen einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Ein Gefahrgutzug und über 40 Männer rückten zum Einsatz an. Aus dem beschädigten Päckchen austretende Dämpfe ließen zuerst auf einen Gefahrgutunfall schließen.

Das 40 x 30 Zentimeter große Päckchen war auf den Boden gefallen. Durch die Beschädigung traten rauchende Dämpfe aus. Da ein Gefahrgutunfall nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das Hauptpostamt in Göppingen vorsorglich evakuiert. 30 Kunden und Mitarbeiter in dem Gebäude verließen das Postamt. Drei davon klagten kurz über ein Unwohlsein, was sich an der frischen Luft allerdings gleich besserte. Sie wurden von dem DRK ambulant versorgt.

Feuerwehren aus Göppingen, ein Gefahrgutzug des Landkreises aus Salach und die spezialisierte Werksfeuerwehr aus Eislingen waren mit insgesamt 13 Fahrzeugen und über 40 Mann im Einsatz. Das DRK und Notarzt waren mit vier Fahrzeugen in die Südstadt geeilt. Zudem wurde der Verkehr in Richtung Bahnhof während des Einsatzes für Rettungskräfte durch die Polizei großräumig umgeleitet. Als die Spezialisten der Feuerwehr keine gefährlichen Stoffe in der Luft messen konnten und das Päckchen schließlich luftdicht verschlossen wurde, konnte um 11.15 Uhr der Bahnhofsbereich wieder angefahren werden.

Die Ermittler des Polizeipräsidiums Ulm, Gewerbe und Umwelt, haben die Ermittlungen aufgenommen.