nach oben
Rund 500 Heu-Großballen (Symbolbild) sind bei einem Scheunenbrand in Jettingen in Flammen aufgegangen. In der Scheune wurden auch mehrere Traktoren und Maschinen zerstört. Die Feuerwehr musste die Scheune kontrolliert abbrennen lassen.
Rund 500 Heu-Großballen (Symbolbild) sind bei einem Scheunenbrand in Jettingen in Flammen aufgegangen. In der Scheune wurden auch mehrere Traktoren und Maschinen zerstört. Die Feuerwehr musste die Scheune kontrolliert abbrennen lassen. © Symbolbild: dpa
20.11.2012

500 Heuballen gehen in Scheune in Flammen auf

Jettingen. Nicht mehr zu retten war eine große Scheune in Höhenhöfe in Jettingen. Die Feuerwehr musste das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen, da rund 500 in der Scheune gelagerte Heu-Großballen bereits Feuer gefangen hatten und nicht mehr zu löschen waren.

In den späten Montagabendstunden geriet aus bislang unbekannter Ursache die landwirtschaftlich genutzte Scheune in Brand. Durch das Feuer wurden vier Traktoren, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine Futtermischanlage, Gerätschaften, Getreide und Heu vernichtet. Mensch und Tier kamen glücklicherweise nicht zu schaden.

Immer wieder sorgten kleinere Glutnester im Brandschutt für ein Auflodern der Flammen. Die Spurensicherung der Kriminalpolizei Böblingen konnte sich am Dienstagvormittag dennoch ein Bild der völlig ausgebrannten Scheune machen. Spuren, die auf eine Brandursache schließen lassen, waren jedoch nicht vorzufinden. Den durch das Feuer verursachten Sachschaden beziffert die Polizei auf mindestens 300.000 Euro.

Im Einsatz waren Feuerwehren aus Jettingen, Böblingen, Sindelfingen und Nagold mit rund 100 Mann und 15 Fahrzeugen sowie Rettungsdienste mit 14 Mann und 4 Fahrzeugen. Die Brandwache der Feuerwehr dauerte bis zum Dienstagmittag an.

In der Region Nordschwarzwald gab es 2009 und 2010 mehrere Heu-Brände, bei denen zum Teil Hunderte von Strohballen wahrscheinlich von einem Brandstifter angezündet wurden. Um solche Brände auf dem freien Feld zu löschen, müssen die Feuerwehren oft kilometerlange Schlauchleitungen legen, um genügend Löschwasser spritzen zu können. Auch müssen die brennenden Ballen zum Beispiel mit Baggern auseinandergezogen werden, um die Flammen wirkungsvoll ersticken zu können.

Im Falle der brennenden Scheune in Jettingen war das wohl nicht möglich. Auch hat die Polizei dort auf Anfrage von PZ-news erklärt, bislang noch keine Hinweise auf eine Brandstiftung zu haben. Die Ermittlungen zur Brandursache gehen weiter. pol

Leserkommentare (0)