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07.09.2012

67-Jähriger stirbt nach Wurf mit Bauschutt-Eimer

Wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt die Kriminalpolizei Ludwigsburg gegen einen 36-jährigen Mann. Er hatte sich am Donnerstag Abend, gegen 21.30 Uhr in angetrunkenem Zustand zur Wohnung eines langjährigen Bekannten begeben, der mit ihm zusammen vor wenigen Tagen Sperrmüll gesammelt hatte. Ein Wurf mit einem Eimer voll Bauschutt könnte den Tod des Bekannten verursacht haben.

Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung mit dem 67-Jährigen, dem er vorgeworfen hatte, den Erlös der Sperrmüllsammlung für sich zu behalten. Nachdem der 36-Jährige zunächst vom Grundstück gewiesen worden war, kehrte er wenig später zurück. Im Verlauf der neu aufgeflammten Auseinandersetzung soll er einen mit Bauschutt gefüllten Eimer gegen den Oberkörper seines Kontrahenten geschleudert haben. Der 67-Jährige brach daraufhin zusammen und verstarb in der Folge vor seinem Haus.

Der Tatverdächtige, der sich zu Fuß vom Tatort entfernt hatte, wurde eine halbe Stunde später im Zuge der polizeilichen Fahndung festgenommen.

Der 67-Jährige litt an einer Herzerkrankung. Aufschlüsse zur genauen Todesursache wird eine für Samstag anberaumte Obduktion ergeben müssen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn wurde der 36-Jährige am Freitag dem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, der gegen ihn Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge erlassen und ihn in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen hat.