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© Symbolbild PZ
27.07.2016

A5-Verkehr lahmgelegt: Mit Sand beladener Lkw durchbricht Leitplanke und kippt um

Malsch. Nachdem am Dienstagnachmittag ein Reifen eines mit 20 Tonnen Sand beladenen Sattelzugs geplatzt war, rammte er ein anderes Auto, durchbrach die Mittelleitplanke und kippte schließlich um. Die Folge: Der Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt, die Fahrbahn der A5 auf Höhe von Malsch war voller Sand, Kraftstoffe waren ausgetreten und ein weiteres Auto wurde durch den Unfall beschädigt. Die Autobahn war zeitweise voll gesperrt, die Aufräumarbeiten zogen sich bis in den späten Abend hinein.

Der Lkw-Fahrer war um 15:43 Uhr mit seinem Sattelzug mit Schüttmulde – beladen mit 20 Tonnen Sand – auf der A5 in nördlicher Richtung Richtung unterwegs. Auf Höhe von Höhe Malsch platzte der linke Vorderreifen an der Zugmaschine, woraufhin der Lkw nach links ausbrach und einen auf dem linken Fahrstreifen in gleiche Richtung fahrenden Opel Insignia rammte.

Daraufhin durchbrach der Lkw die Mittelleitplanke und kippte auf die rechte Seite. Dabei verteilte sich die gesamte Sand-Ladung über den linken und mittleren Fahrstreifen der Fahrbahn. Der gerammte Opel kam an der Mittelleitplanke zum Stehen. Durch das Durchbrechen der Leitplanke hatte der Lkw außerdem einige Steine hochgewirbelt, wodurch wiederum ein Audi A4 stark beschädigt wurde.

Der Fahrer des Sattelzugs wurde bei dem Unfall schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert. Die beiden betroffenen Autofahrer blieben unverletzt. Der entstandene Gesamtschaden beträgt rund 113.000 Euro.

Die A5 in südliche Richtung war wegen ausgetretenen Diesels und Motoröls für fast vier Stunden komplett gesperrt. Der Verkehr in die andere Richtung konnte zweispurig an der Unfallstelle vorbei geleitet werden, nachdem die 20 Tonnen Sand unter Einsatz eines Radladers von der Fahrbahn entfernt worden waren. Der Verkehr in Richtung Süden konnte erst ab 19:30 Uhr zweispurig freigegeben werden.

Allerdings musste die Fahrbahn in südliche Richtung noch mehrfach für weitere Reinigungsarbeiten voll gesperrt werden. Erst kurz vor Mitternacht waren diese Arbeiten abgeschlossen. Die jeweils linken Fahrstreifen in nördlicher und südlicher Richtung blieben die gesamte Nacht über gesperrt.

Die Freiwillige Feuerwehr Malsch war mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 20 Kräften im Einsatz. Das DRK leistete mit einem Rettungstransportwagen, einem Rettungshubschrauber und fünf Kräften Hilfe am Unfallort. Das Polizeipräsidium Karlsruhe hatte 16 Fahrzeuge und mehr als 30 Kräfte im Einsatz.