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19.08.2014

ACE: Bauliche Veränderungen gegen Geisterfahrer vordringlich

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Auto Club Europa (ACE) reagiert verhalten auf den Vorschlag von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für einen elektronischen Schutz vor Geisterfahrern.

«Das kann nicht der alleinige Weg sein. Vordringlich sind bauliche Veränderungen an den Autobahnauffahrten», sagte der verkehrspolitische Sprecher des Vereins, Matthias Knobloch, am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Auch angesichts des zunehmenden Alters der Autofahrer sei es notwendig, die Autobahnauffahrten baulich zu verändern und damit übersichtlicher zu machen.

Nur wenn es die Gegebenheiten nicht erlaubten, seien mit Kameras und Blinkern ausgestattete Warnschilder sinnvoll. «Nagelbretter» auf den Auffahrten seien abzulehnen, weil Polizei und Rettungswagen im Ernstfall Zufahrten in der verkehrten Richtung nutzen können müssten.

Dobrindt will nach einem Bericht der «Passauer Neuen Presse» neben einer Sicherheitsüberprüfung sämtlicher Anschlussstellen ein Pilotprojekt für elektronische Falschfahrerwarnungen auf den Weg bringen. Pro Jahr werden in Deutschland laut Autofahrerclub ADAC zwischen 2400 und 2700 Falschfahrten gemeldet, schreibt das Blatt.

Im Südwesten hatte im November 2012 ein Falschfahrer auf der Autobahn 5 bei Offenburg einen schweren Unfall verursacht. Er selbst und fünf weitere Menschen starben.