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© Symbolbild: dpa
30.09.2015

Abenteuerlich beladener Sattelzug schlingert auf A81 durch Engelbergtunnel

Weil ein Lastwagen nur mit einigen Spanngurten gesichert war, ist er mitsamt einem geladenen Anhänger von einem Sattelzug gerutscht – und das mitten im Engelbergtunnel auf der A81. Der 48-jährige tschechische Lastzug-Fahrer hatte insgesamt drei Anhänger sowie einen weiteren Lastwagen im Schlepptau, als er am Dienstagabend um 22.55 Uhr mit seinem Gefährt ins Schlingern geriet.

Der Sattelzug war auf der rechten Fahrspur in Richtung Heilbronn unterwegs. Auf der Ladefläche seines Lkw transportierte der Fahrer einen zweiachsigen Tiefladeranhänger, der mit vier Gurten gesichert war. An den Lkw angehängt war ein Anhänger. Auf diesem transportierte der 48-Jährige einen Lkw, auf dessen Ladefläche stand wiederum ein zweiachsiger Anhänger. Lkw und Anhänger wurden auf der Ladefläche ebenfalls mit Spanngurten gesichert.

Etwa in der Mitte des Engelbergtunnels kam der abenteuerlich beladene Lastzug ins Schlingern. Ursächlich hierfür war eine völlig unzureichende Ladungssicherung, die offensichtlich ins Rutschen geriet. Im weiteren Fahrverlauf schlingerte der Lastzug mehrfach zwischen dem rechten und dem mittleren Fahrstreifen von rechts nach links. Dies hatte zur Folge, dass der rechte äußere Zwillingsreifen der vorderen Achse des Anhängers platzte und den Schlingervorgang zusätzlich verstärkte. Schließlich hielten die Zurrgurte der gesteigerten Zugbelastung nicht mehr stand und rissen vollständig ab. Lkw und Ladegut fielen von der Ladefläche und schlitterten über die Fahrbahn der A81. Lkw und Anhänger blieben hintereinanderliegend und quer zum Fahrbahnverlauf der A81 liegen. Die rechte und mittlere Fahrspur waren blockiert.

Fahrer und Beifahrer blieben bei dem Verkehrsunfall unverletzt. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von 40.000 Euro. Teilweise kam es wegen Bergungsarbeiten zu einer Vollsperrung. Um 2.30 Uhr konnte die Arbeiten beendet werden. Es kam zu geringen Verkehrsbehinderungen.

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