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24.06.2014

Abschiebung von Iraner: SEK-Einsatz in Bruchsaler Flüchtlingsunterkunft

Bruchsal. Die anstehende Abschiebung eines in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Bruchsal untergebrachten Iraners rief am frühen Dienstagmorgen Kräfte des Spezialeinsatzkommandos auf den Plan. Der 41 Jahre alte Mann aus dem Iran sollte nach Italien zurückgeschoben werden.

Sofort nach Betreten des Gemeinschaftszimmers hielt sich der Iraner ein Rasiermesser an den Hals und drohte, sich umzubringen, falls die Polizei nicht sofort das Zimmer verlasse. Mehrere Gesprächsversuche seitens der Polizei, auf den emotional sehr angespannten Mann einzuwirken, scheiterten. Letztlich gelang es einer durch die Polizei verständigten Sozialarbeiterin zusammen mit einem Mitbewohner, dass sich der Mann besann und er so widerstandslos um 5.30 Uhr von SEK-Kräften festgenommen werden konnte.

Bei der Aktion wurde niemand verletzt. Lediglich der Mitbewohner erlitt aufgrund der Geschehnisse einen Schwächeanfall, weshalb er von Rettungskräften versorgt wurde. Anderen Personen gegenüber bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Der 41-Jährige wurde bis auf weiteres zu seinem Schutz in einem Psychiatrischen Zentrum untergebracht. Bezüglich der weiteren Abschiebungsmaßnahmen sind die zuständigen Stellen informiert.