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Unter lautem Klagen und Geheul halten Mitglieder der Freiburger «Zunft der Fuhrleute» am Mittwoch in Freiburg bei der Geldbeutelwäsche vor dem Rathaus ihre Geldbeutel in die Höhe. Mit dem Ritual der Geldbeutelwäsche nimmt die Narrenzunft traditionell am Aschermittwoch Abschied von der Fastnacht.
Unter lautem Klagen und Geheul halten Mitglieder der Freiburger «Zunft der Fuhrleute» am Mittwoch in Freiburg bei der Geldbeutelwäsche vor dem Rathaus ihre Geldbeutel in die Höhe. Mit dem Ritual der Geldbeutelwäsche nimmt die Narrenzunft traditionell am Aschermittwoch Abschied von der Fastnacht.
22.02.2012

Abschied von der Fastnacht mit Geldbeutelwäsche

Freiburg/Wolfach (dpa/lsw) - Die Narren in Baden-Württemberg haben am Aschermittwoch unter großem Wehklagen von der Fastnacht Abschied genommen. In den Hochburgen wurden Narrenbäume versteigert oder die Fastnacht in Gestalt einer Stroh-Hexe verbrannt. In vielen Orten im Schwarzwald, am Oberrhein oder Bodensee gaben die Narren die Rathausschlüssel zurück und damit ihre Macht wieder ab.

In Wolfach (Ortenaukreis) kamen rund 1000 Zuschauer zur traditionellen Geldbeutelwäsche zusammen. Sie begleiteten die Narren auf dem Weg entlang der Hauptstraße und am Finanzamt vorbei bis an den Stadtbrunnen. Dort wurden die Geldbeutel gewaschen und zum Trocknen an Wäscheleinen gehängt. Anschließend aßen die Narren aus einem Topf Stockfisch. Die Geldbeutelwäsche in Wolfach geht bis ins Jahr 1865 zurück.

In Freiburg wuschen etwa 50 Narren der «Zunft der Fuhrleute» ihre Geldbeutel und beklagten dabei ebenfalls in Reimen das Fastnachtsende.

Mit dem Ende der närrischen Zeit beginnt die 40-tägige christliche Fastenzeit. Sie ist die Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi.