nach oben
25.04.2015

AfD-Landeschef Kölmel fordert Ende des Richtungsstreit

Der Landeschef der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Kölmel, hat ein schnelles Ende des Richtungsstreits in der Partei gefordert. «Die Grundlinien in der Partei müssen noch einmal festgezurrt werden», sagte der Europaabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Partei müsse sich «vom ganz rechten Rand» abgrenzen. «Dort muss eine rote Linie gezogen werden. Positionen, die diese Linie überschreiten, sind nicht tragbar.»

Kölmel bedauerte den sofortigen Rücktritt von Hans-Olaf Henkel vom Amt des stellvertretenden Parteivorsitzenden. «Er hat einen reichhaltigen Erfahrungsschatz und einen hohen wirtschaftlichen Sachverstand.» Henkel, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), gilt ebenso wie Parteichef Bernd Lucke als Vertreter des liberaleren Parteiflügels, der sich seit Monaten einen Machtkampf mit dem rechtskonservativen Flügel liefert. Kölmel unterstützt den Kurs von Lucke.

Die AfD hat im Südwesten eigenen Angaben zufolge 3100 Mitglieder und will bei der Landtagswahl im März 2016 antreten. Die Partei liegt in den Umfragen derzeit bei bundesweit etwa sechs Prozent und ist in vier Landtagen vertreten. Bei der Bundestagswahl 2013 war sie noch an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.